Alarm in Neuenrade: Verpuffung im Baumarkt als Übung

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Lagebesprechung mit Geschäftsführer Jens Hilgert (rechts) und Feuerwehr-Chef Karsten Runte (3. von rechts): Wo sind die Verletzten?

Neuenrade [Update: 23.04.2017] - Großalarm für die Neuenrader Feuerwehr am Freitagabend: Verpuffung im Hagebau-Markt am Hüttenweg, im Gebäude befanden sich noch Verletzte. Was auf den ersten Blick wie ein Ernstfall wirkte, war jedoch nur eine Übung.

Mehrere Dutzend Feuerwehrmänner und -frauen waren bei dieser Jahresübung vor Ort. Hagebau-Geschäftsführer Jens Hilgert hatte die Übung im Vorfeld mit seinen Mitarbeitern besprochen und so wurde um kurz nach 20 Uhr eine Verpuffung im Baumarkt nachgestellt.

„Wir agieren hier genau wie bei einem echten Notfall“, sagte Stadtbrandinspektor Karsten Runte. Die Einsatzkräfte sollten unter möglichst realen Bedingungen handeln.

Mit Leiterwagen und allen anderen zur Verfügung stehenden Einsatzfahrzeugen rückten die drei Löschzüge aus Neuenrade, Küntrop und Affeln an. Während die Neuenrader den Angriffstrupp bildeten, indem sie sich Zutritt zum Baumarkt verschafften und herauszufinden versuchten, wo sich wieviele Verletzte befinden, rückten die Affelner und Küntroper von hinten an. Sie bildeten den Trupp, der für die Wasserversorgung zuständig war.

Feuerwehr-Großübung bei Hagebau

Zunächst evakuierte die Wehr alle unverletzten Mitarbeiter. Anschließend rückten die Einsatzkräfte von zwei Seiten vor, um nach Verletzten zu suchen. Schnell wurden die ersten Opfer im Baumarkt gefunden und nach draußen getragen: Drei Mitarbeiter des Baumarktes spielten die Verletzten, und außerdem wurden zwei Dummies der Feuerwehr eingesetzt.

Der Hagebaumarkt am Hüttenweg war Schauplatz der Großübung.

Ein Verletzter – eine der beiden Puppen – war unter einem Container eingeklemmt. Die zwei Feuerwehrmänner versuchten zunächst allein, ihn zu befreien. Sie benötigten jedoch technische Hilfsmittel und forderten über Funk Verstärkung an. Mit Unterstützung setzen sie einen Hebel ein und konnten so den Verletzten unter den Trümmern bergen und nach draußen bringen.

Auf dem Hof vor dem Baumarkt wurde auch der Leiterwagen zum Einsatz gebracht. Die Schläuche waren wie bei einem echten Einsatz ausgerollt, lediglich das Wasser floß nur bis zum Verteilerrohr.

Nach 90 Minuten war der die Übung beendet, alle Utensilien konnten wieder verstaut werden. Feuerwehr-Chef Runte zeigte sich zufrieden: Mit 55 Einsatzkräfte waren mehr Kräfte im Einsatz als erwartet. Jens Hilgert war erleichtert, dass es sich lediglich um eine Übung gehandelt hatte.

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