Nach drei Stunden: Küntroper Schützen haben neuen Vorsitzenden

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Christian Stein ist neuer Vorsitzender der Küntroper Schützen.

Neuenrade - Nach fast drei Stunden und einer teils turbulenten, mehrfach unterbrochenen Jahreshauptversammlung hat die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Küntrop am Samstagabend mit Christian Stein einen neuen Vorsitzenden gefunden. Er setzte sich knapp in einer Kampfabstimmung gegen Heinrich Kaiser durch.

Der Vorstand stellte sich im Laufe der Versammlung beinahe komplett neu auf. Etliche Mitglieder traten zurück oder nicht erneut zur Wahl an. Einige rückten auf andere Positionen, wodurch ihr vorheriges Amt vakant wurde.

Alexander Knoblauch, der das Amt des 1. Vorsitzenden nach der Absetzung Ralf Tönnesmanns im Mai kommissarisch übernommen hatte, ist nun Hauptmann, weil Jürgen Gräf aus dem Amt schied. Gräf wurde zum Ehrenhauptmann ernannt.

Neuer Adjutant – ein Amt, welches Knoblauch bisher ebenfalls inne hatte – ist nun Marvin Mütherich. Dessen vorherigen Beiratsposten übernimmt Bernd Schröder. Geschäftsführer Patrick Bexten und Verpflegungswart Maximilian Kontowski wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der 1. Offizier Marco Fuderholz wurde durch Kai Tönnesmann ersetzt. Auf Andreas von der Linde (2. Offizier) folgt Sven Müller. Dessen vorheriges Amt (1. Schießoffizier) übernimmt Hendrik Günzel. Kai Tönnesmann war bisher 2. Schießoffizier und wird mit Frederik Stork ersetzt.

Sven Schlotmann war bisher 1. Ordonanzoffizier. Auf ihn folgt Dominik Rapp, der bisher 2. Ordananzoffizier war. Dessen Nachfolger ist Patrick Nübolt, bisher Beirat. Dessen Amt wiederum übernimmt Christian Kontowski. Einen weiteren Beiratsposten übernimmt Björn Wördemann von Sebastian Hoffmann.

Neben Jürgen Gräf, der dem Vorstand 16 Jahre angehörte, wurde auch Marco Fuderholz, 21 Jahre im Vorstand, in den Ehrenvorstand berufen. Der scheidende Vorsitzende Knoblauch blickte zurück auf „ein Jahr mit Meinungsverschiedenheiten im Vorstand“. Er stellte fest, „dass mittelfristig Beitragserhöhungen unausweichlich sind“.

Vor den Wahlen hatte Kassierer Christopher Kittelmann ein höheres Minus für die vergangenen zwölf Monate bilanziert. Steuernachzahlungen für mehrere Jahre hatten dazu geführt, dass das Loch in der Kasse größer ausfiel als erwartet. Dass die 2018er Auflage von „Mein Dorf tanzt“ alle Rekorde brach, konnte daran nichts ändern. Doch für „Mein Dorf tanzt 2019“ wurde der Vorverkaufsrekord bereits wieder übertroffen. Am 26. Januar wird in der Schützenhalle ab 19.30 Uhr mit DJ Chriz Cooper gefeiert.

Der seit Jahren stabil knapp als 500 Mitglieder zählende Verein stand dann kurzzeitig vor dem Aus und der Zwangsauflösung. Für den 1. Vorsitz konnte – trotz zahlreicher Vorschläge aus der Versammlung – kein Kandidat gefunden werden. Nach mehreren Pausen gab es aber plötzlich deren zwei. Heinrich Kaiser warf selbst den Hut in den Ring. Christian Stein wurde vorgeschlagen, gab aber zu Bedenken, dass sein Lebensmittelpunkt nicht mehr im Sauerland liege und er nur alle 14 Tage vor Ort sei. Kaiser bekam letztlich 36 Stimmen und Stein 44.

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