525 Jahre Freiheit Affeln: Viel Lob für aktive Dorfbewohner

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In Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde die Übergabe der Urkunde, mit der Erzbischof Hermann IV. dem Dorf Affeln am 28. April 1492 die „Freiheit“ bescheinigt hatte, in der Schützenhalle nachgespielt.

Affeln -  Länger als ein Jahr hatten die Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltung 525 Jahre Freiheit Affeln gedauert. Am Sonntag war es soweit: Mehr als 1000 Gäste waren gekommen, um an dem Fest teilzunehmen und zu gratulieren.

Los ging es am Sonntagnachmittag mit einem gemeinsamen Einzug der verschiedenen Vereine mit Fahnen in die Schützenhalle zum ökumenischen Gottesdienst. Begleitet wurde dieser von Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg und Pastor Jürgen Bischoff. „Affeln ist ein fröhliches Dorf es ist etwas ganz Besonderes. Es ist Freiheit Affeln“, unterstrich der Pfarrer.

Mitgestaltet wurde die Andacht von den Aktiven des Affelner Musikvereins unter der Leitung von Frederico Ferrari. Im Anschluss daran gab es ein großes Kuchenbuffet. Bei rund 70 Torten fiel die Auswahl schwer.

Für die Unterhaltung der kleinen Gäste war in der Mehrzweckhalle gesorgt. Das Mühlheimer Figurentheater führte das Stück „Neue Punkte für das Sams“ auf. Die Kleinen – aber auch die Großen waren – hellauf begeistert, klatschten oder sprangen auf, wenn sie dazu aufgefordert wurden.

525 Jahre Freiheit Affeln

Die Morderation des Nachmittages im Rahmen der Feier nebenan übernahm Frank Rohrmann. Er wies darauf hin: „Ein Dorf funktioniert nur, wenn Menschen dahinter stehen.“

Die Festrede hielt Ortsvorsteher Josef Hochstein. Seinen besonderen Dank sprach er allen Helfern und Sponsoren aus, die dieses Jubiläum erst ermöglicht hätten: „Es ist nicht selbstverständlich, dass so viel Unterstützung vorhanden war. Daher vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben“, erklärte Hochstein.

Er stellte fest: „Gleich und ungleich liegen oft so nah beieinander – und unser Dorf hat nicht nur gute Zeiten erlebt. Doch die Schönheit und das Gute haben überwogen, sonst hätten so viele Generationen niemals daran festgehalten.“

Für ein buntes Rahmenprogramm mit musikalischer Begleitung sorgten neben dem Musikverein auch der Männergesangverein Liederkranz, der Affelner Frauenchor, der Kinderchor aus Affeln, die Chorgemeinschaft Altenaffeln, sowie die Aktiven der Reinen Männersache und der Southland Voices.

Auch Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann sprach ein Grußwort: „Hier im Dorf herrscht niemals Stillstand, es gibt immer eine kontinuierliche Weiterentwicklung“, lobte Wiesemann. Er unterstrich, dass trotz der starken Schwächung des Dorfes durch den 30-jährigen Krieg Affeln niemals seine Selbstständigkeit verloren habe. „Hier werden Dinge einfach noch selbst angepackt und gelöst. Davor habe ich Hochachtung. Die Affelner können’s halt“, stellte der Bürgermeister fest.

525 Jahre Affeln - Teil 2

Auch Landrat Thomas Gemke, die SPD-Landtagskandidatin Inge Blask, die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag und die CDU-Landtagskandidatin Christel Voßbeck-Kayser waren der Einladung gefolgt, und richteten ein paar Worte an die Festgesellschaft.

Nach den Ansprachen wurde die Urkunde verlesen, mit der Erzbischof Hermann IV. dem Dorf Affeln am 28. April 1492 die „Freiheit“ bescheinigt hatte. Anschließend wurde diese an Bürgermeister Wiesemann überreicht. Das übernahmen Akteure, die sich so gekleidet hatten, wie es für Menschen im Jahr 1492 üblich gewesen war. Nach dieser feierlichen Zeremonie konnten Interessierte eine Abschrift der Urkunde kaufen.

Am Abend sorgte die Band Nachtflug für Tanzmusik. Die Festgesellschaft war bester Stimmung, es wurde viel gelacht und getanzt. Die Organisatoren konnten folglich mit diesem gelungenen Jubiläum und dem vielfältigen Rahmenprogramm rundum zufrieden sein.

Komplett beendet waren die Feierlichkeiten damit allerdings noch nicht: Am Montag wurde im Rahmen des Dorfjubiläums der Maibaum im Dorf aufgestellt.

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