Suche nach Tätern dauert an

Ein Jahr nach Sprengung: Neuer Geldautomat in Affeln

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Bei der Sprengung des Geldautomaten wurde die Volksbank-Filiale in Affeln nahezu komplett verwüstet.

Affeln – Es war am 14. August des vergangenen Jahres, als die Bewohner Affelns am frühen Morgen um 3.03 Uhr durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen wurden.

Zuvor hatten mehrere Täter den Geldautomaten der Volksbank an der Hauptstraße in Affeln mit einem Gasgemisch gesprengt und dabei auch die weitere Einrichtung der Filiale nahezu komplett zerstört. Knapp ein Jahr später sind die Täter zwar weiterhin nicht ermittelt, einen neuen Geldautomaten gibt es nun aber zumindest. 

Der Geldautomat mit Kontoauszugsdruckfunktion ist im Eingangsbereich der ehemaligen Filiale angebracht. „Es ist nun rund ein Jahr her, dass in Affeln durch die Sprengung unseres Geldautomaten die Filiale komplett verwüstet wurde. Glücklicherweise sind hierbei keine Menschen verletzt worden und auch die Bausubstanz des Gebäudes blieb intakt“, erinnert sich Volksbank-Vorstandssprecher Karl Michael Dommes. 

Nachts gibt es kein Geld

Wie bereits beim Mitglieder-Dialog im November angekündigt, habe man sich zwar gegen die Weiterführung des Filialstandorts, aber für die Aufstellung eines Geldautomaten entschieden. Dommes: „Uns ist es wichtig, am Standort in Affeln weiterhin präsent zu sein und so freut es uns umso mehr, dass nun allen Affelnern wieder ein Geldauszahlungsautomat zur Verfügung steht.“ 

Nachdem Kriminelle die Volksbank-Filiale in Affeln Mitte August 2019 bei einer Sprengung verwüstet hatten, nahmen (von links) Karl Michael Dommes, Volksbank-Finanzbetreuer Marco Nakayew und Teilmarktleiterin Daniela Vogel den neuen Geldautomaten in dieser Woche in Betrieb.

Dies allerdings täglich nur zwischen 6 und 22 Uhr, wie einem Hinweisschild neben dem Automaten zu entnehmen ist. In den übrigen acht Stunden ist es auch mit der EC-Karte jeweils nicht möglich Geld abzuheben. Mit dieser Maßnahme möchte das Geldinstitut möglichen weiteren Manipulationen des Automaten in den Abend- und Nachtstunden einen Riegel vorschieben. Zuvor hatte Anfang Juli bereits die Sparkasse für einige ihrer Geldautomaten diese Anregung des Landeskriminalamtes aufgenommen. Die Volksbank hatte damals auf Anfrage noch erklärt, für ihre Automaten in Neuenrade, Werdohl und Balve eine solche zeitliche Einschränkung nicht zu planen. 

Ursprünglich war ein anderer Standort geplant

Der neue Geldautomat in Affeln, der auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden kann, sollte ursprünglich bereits Anfang dieses Jahres aufgestellt und dafür ein Pavillon auf dem Parkplatz an dem Gebäude errichtet werden. „Leider haben wir für dieses Vorhaben keine Baugenehmigung erhalten. Zu allem Überfluss kam es dann auch noch zu längeren Lieferzeiten von Sicherheitskomponenten. Das hat unsere Zeitplanung letztendlich völlig zunichte gemacht“, erklärt Dommes die zeitliche Verzögerung. 

Die Suche nach den Tätern dauert derweil an. „Hinweise und Spuren gibt es immer. Aber das ist ein Puzzlespiel“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls auf Anfrage. Hüls verwies darauf, dass es sich bei Automatensprengern meist nicht um den Kleinkriminellen aus der Region, sondern deutschlandweit aktive Gruppen handele. „Da werden immer wieder Täter geschnappt. So ist es manchmal möglich, auch länger zurückliegende Taten noch aufzuklären“, so Hüls.

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