Ein Jahr Ehe für alle: Wenig homosexuelle Paare nutzen Gesetz

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In einem Jahr nutzten nur zehn Personen aus Neuenrade und Werdohl das neue Gesetz.

Neuenrade - Vor etwas mehr als einem Jahr wurde die Ehe für alle auch in Deutschland eingeführt. Seit dem 1. Oktober 2017 dürfen nun auch gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe eingehen und sind damit in diesem Punkt heterosexuellen Paaren gleichgestellt.

In Großstädten ist mittlerweile jede zehnte Ehe eine zwischen zwei Männern oder zwei Frauen. Auch in Werdohl und Neuenrade gingen im vergangenen Jahr homosexuelle Paare zum Standesamt und nutzten das Recht auf die Eheschließung. Ein Ansturm blieb allerdings aus. 

Nur eine Umwandlung in Werdohl 

So gaben sich vor dem Standesamt Neuenrade lediglich zwei Frauen und zwei Männer das Ja-Wort. Hinzu kommen zwei eingetragene Lebenspartnerschaften, die in eine Ehe umgewandelt wurden. „Eine wurde direkt im Oktober 2017 umgewandelt und eine Anfang dieses Jahres“, sagt Debora Carbone vom Einwohnermeldeamt. 

In Werdohl gab es in den vergangenen Jahren generell wenige Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Partner, wie Bettina von Kalle sagt. Seit der Einführung im vergangenen Jahr wurde dort keine einzige gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen und nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft umgewandelt. Auch für die nächsten Monate sind keine gleichgeschlechtlichen Eheschließungen in Sicht.

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