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Investitionen in Blintrop: Das ist die Planung für den neuen Dorfplatz

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Von: Peter von der Beck

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So sieht der Dorfplatz derzeit aus: Versiegelt, mit Flaschen- und Altkleidercontainer versehen plus Bushaltestelle.
So sieht der Dorfplatz derzeit aus: Versiegelt, mit Flaschen- und Altkleidercontainer versehen plus Bushaltestelle. © von der Beck, Peter

Die Stadt Neuenrade wird in diesem Jahr vor allem mit Hilfe von Fördermitteln des Landes noch erheblich in den Ortsteilen investieren.

Während in Altenaffeln schon einiges passiert ist, wurde in Küntrop noch nicht viel realisiert. Doch bald steht das Dorfcafé in der Schützenhalle auf dem Plan. Doch zunächst soll es in Blintrop mit der Neugestaltung des Dorfplatzes weitergehen.

Für Blintrop steht immerhin eine Investition über 250 000 Euro auf der Agenda für dieses Jahr. 100 000 Euro davon stammen eben über das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) aus dem Fördertopf des Landes NRW. „In diesem Frühjahr“ soll jedenfalls der Startschuss für den neuen Dorfplatz Blintrop fallen, bestätigte Bauamtsleiter Marcus Henninger auf Nachfrage.

Bürger konnten sich einbringen

Um die Herrichtung des Platzes auf ein breites Fundament zu stellen, hatte Ortsvorsteher Jochen Sasse viel unternommen, um die Meinung der Blintroper einzuholen. Das war sicher kein leichtes Unterfangen zu den Hoch-Zeiten von Corona in 2021. So gab es Videokonferenzen, Online-Präsentationen und Veranstaltungen im Freien. Auch die Stadtverwaltung war schon einmal eingeladen worden. Die Bürger hatten so Gelegenheit ihre Wünsche und Vorstellung zu äußern.

Der Plan für den Blintroper Dorfplatz. Das Objekt kann sich demnach sehenlassen. Die Bürgerbeteiligung war so umfassend wie möglich, die Borke wird mit einbezogen.
Der Plan für den Blintroper Dorfplatz. Das Objekt kann sich demnach sehenlassen. Die Bürgerbeteiligung war so umfassend wie möglich, die Borke wird mit einbezogen. © Finger Bauplan

Mit der Umgestaltung soll die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden. Es gibt viel mehr Grün als vorher, dank mehrerer Bänke (bislang eine) können dort demnächst mehr als drei Menschen zeitgleich verweilen. So gibt es einen Baum mit Rundbank und diverse andere Sitzgelegenheiten. Wer nicht sitzen möchte, kann sich mit Fitnessgeräten vergnügen oder Trampolin springen. Für Blintroper mit akrobatischen Ambitionen wird ein Slackline-Parcour errichtet. Statt Flaschencontainern wird es Unterflurcontainer und einen überdachten Pavillon geben, außerdem gibt es Überlegungen für eine E-Ladestation. Und die neben dem Dorfplatz fließende Borke wird mittels einer archimedischen Schraube und einer Wasserschwengelpumpe nebst attraktivem Ablauf in das Geschehen mit integriert.

Naturschutz: Staustufen und Wehranlagen werden entfernt

Auf die Borke legt die Stadt auch ein besonderes Augenmerk: Der große Bach, der in Neuenrades Süden entspringt, hat durch die Warmke noch einen beträchtlichen Zufluss aus Affeln und schlängelt sich dann elegant durch Blintrop und auch Langenholthausen, um dann bei Wocklum schließlich in die Hönne zu münden. Jedenfalls nehmen die Neuenrader für die Borke mit 40 000 Euro viel Geld in die Hand, um auf Blintroper Gebiet Staustufen und Wehranlagen im Bachbereich zu beseitigen. Das dient im weitesten Sinne vor allem dem Naturschutz, denn es handelt sich um Maßnahmen im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie. Der Bach wird so für Fische und andere Lebewesen wieder durchgängig.

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