Investitionen im Gastrobereich: Dieses Restaurant schließt für drei Wochen

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Das Ikarus am Flugplatz in Küntrop schließt ab 14. Oktober vorübergehend.

Neuenrade – Was die Gastronomie in Neuenrade anbelangt – so ist die Hönnestadt ein besonderes Pflaster mit einem üppigen Angebot an Restaurants, das es so nicht in anderen Städten gleicher Größenordnung gibt. Es tut sich laufend etwas.

Auch die E-Holding investiert wieder kräftig im gastronomischen Bereich: So wird rund um das Ikarus am Küntroper Flugplatz unter anderem die Außenanlage neu hergerichtet. Das heißt, dass die Zuwegung, die aus Waschbetonplatten besteht, sowie der Terrassenbereich neu gemacht werden. Außerdem soll der westliche Teil der Terrasse einen durchsichtigen Glaswindschutz bekommen, sodass Gäste dort lauschig und windgeschützt sitzen können. Dafür wird das Restaurant ab kommenden Montag, 14. Oktober, für gut drei Wochen bis 5. November geschlossen. 

Denn auch die Sanitäranlagen für die Männer werden erneuert, zudem Schreinerarbeiten ausgeführt und neues Besteck nebst Geschirr geordert. „Wir haben zwischenzeitlich immer mal etwas gemacht. So haben wir auch den Schallschutz verbessert und mittlerweile schallschluckende Bilder an der Wand“, erläutert Jürgen Echterhage, Geschäftsführer der E-Holding, von der aus er fünf mittelständische Industriebetriebe steuert. 

Erholung für das Team

Echterhage weiß, dass insbesondere bei Geschäftsessen diskrete Unterhaltungen nicht unwichtig sind. Und Maßnahmen wie jene schallschluckenden Bilder reduzierten eben den Geräuschpegel und machten ungestörte Gespräche auch im Kreise der Familie möglich. Zudem wurde ein weiterer Koch für die Küche engagiert. Die dreiwöchige Schließung wird ebenfalls genutzt, um Urlaubstage abzubauen und dem Team Erholung zu gönnen. 

Um das Ikarus kümmert sich Unternehmer Echterhage besonders, weil er sich als Mitglied des Luftsportvereins Sauerland (LSV) den auf dem Flugplatz-Gelände in Küntrop beheimateten Fliegern stark verbunden fühlt. Mit der Performance des Ikarus ist er sehr zufrieden. Das Restaurant werde sehr gut angenommen, was vor allem an der Arbeit des „ausgesprochen engagierten Teams“ liege. 

Ikarus: Karte überarbeitet

„Inzwischen wurde die Karte überarbeitet, seit 1. September gibt es eine neue. Dabei sind die Verantwortlichen auch auf Kundenwünsche eingegangen. Dinge, die selten geordert wurden, haben wir herausgenommen“, so Echterhage. Restaurantleiter Deniz Kubilay und Team mache gute Arbeit. Insgesamt bewertet Echterhage das Ikarus auch als ideal zum Feiern: „Es gibt keine Nachbarn, die gestört werden können.“ Zudem habe man bis abends Sonne. Deshalb hat der Unternehmer mittlerweile – auch im Sinne des LSV – viel Geld in die Hand genommen, einen sechsstelligen Betrag investiert. 

Matthias Jürgeleit und Gordana Topalovic bilden zusammen mit Dominic Cremer ein kreatives Koch-Team im Karl.

Veränderungen gibt es mit dem Café Karl am Stadtgarten auch in einem weiteren gastronomischen Objekt der E-Holding. Nach fünf Jahren hat Köchin Susanna Galic den Betrieb verlassen. In dem Restaurant geht daher ein neuer Koch mit einem neuen Team an den Start. Das neue Küchenteam besteht aus Dominik Cremer und Matthias Jürgeleit (Echterhage: „Ein exzellenter Koch, der schon mal bei uns war“) sowie Gordana Topalovic aktiv. Cremer war zuvor unter anderem Sous Chef (Vertreter des Küchenchefs) im renommierten Haus Gerbens in Wickede an der Ruhr. 

Dienstags ist künftig Pasta-Tag

Dienstags soll es künftig Pasta-Abende und donnerstags Steaks geben, jeweils zu bürgerlichen Preisen. „Wir wollen mehr Menschen das Karl nahebringen“, erklärt Echterhage. Es gebe eine Hemmschwelle, weil das Karl vielen angeblich zu teuer sei. „Das ist aber gar nicht der Fall,“ so Echterhage. Das Spektrum sei groß. 

Dominic Cremer verstärkt das Team im Restaurant Karl.

Der Industrielle hebt die Vorzüge des Restaurants hervor, verweist auf die beiden Terrassen. Wobei allein die hintere Terrasse 30 Leute fasse und wegen der Heizstrahler auch im Herbst noch gut genutzt werden könne. Das Restaurant, das auch für „Die lange Nacht im Karl“ alljährlich am 23. Dezember bekannt ist, verfügt darüber hinaus über einen Gesellschafts- sowie Seminarraum. 

Gastronomie eine schwierige Branche

Das üppige Angebot an Restaurants in der Hönnestadt habe sich in der Umgebung längst herumgesprochen. Echterhage: „Wir haben auch Gäste aus Altena, Dahle, Plettenberg und Balve“, sagt Jürgen Echterhage. Zugleich gibt der Manager einer großen international agierenden Industrie-Gruppe aber zu, dass die Gastronomiebranche nicht einfach sei. Flexibilität und viel Engagement der Mitarbeiter seien erforderlich, um am Markt bestehen zu können, Planungen seien zudem schwierig. „So muss man mit einem plötzlichen Gästeansturm genauso fertig werden, wie mit Tagen, an denen weniger los ist“, sagt Echterhage.

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