„Interessengemeinschaft B229n – ortsfern“ lehnt aktuelle Pläne weiterhin ab

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Die Mitglieder der „Interessengemeinschaft B229n – ortsfern“ trafen sich am Dienstagabend zur Jahreshauptversammlung im Kaisergarten. Künftig möchte die Gruppierung mit ihrem Vorhaben wieder stärker an die Öffentlichkeit gehen.

Neuenrade - Mit einer klaren Botschaft geht die „Interessengemeinschaft B229n – ortsfern“ seit vielen Jahren an die Öffentlichkeit: Lieber gar keine Umgehungsstraße für Neuenrade als ein Projekt auf einer Trasse, die aus Sicht des Vereins viel zu nah an der Stadt verläuft.

„Entweder sie kommt gar nicht, oder es kommt diese Trasse“, benannte Geschäftsführerin Bettina Griesenbruch den derzeitigen Ausgangspunkt für die Arbeit der Interessengemeinschaft. 

Insofern hat der Verein seit vielen Jahren einen Teilerfolg erzielt: Die Umgehungsstraße wurde und wird wohl auch nicht so bald gebaut. Im Kaisergarten traf sich der harte Kern des Vereins, um im Rahmen der Jahreshauptversammlung die nötigen Vereinsformalien abzuarbeiten. Wahlen standen dabei nicht an, sodass der Verein mit gewohnter Vorstandsbesetzung ins neue Geschäftsjahr geht. Trotz guter Kassenlage wurde über den Vorschlag zu einer Reduzierung der Mitgliedsbeiträge nicht abgestimmt. Die Befürworter eines geringeren Beitrages hatten argumentiert, dass man auf diesem Wege neue Mitglieder für den Verein gewinnen könne. 

Diskussion über den Stand der Dinge

Im Zentrum der Versammlung stand die Diskussion über den Stand der Dinge und wie man eine aus Sicht des Vereins unsinnige Trassenführung der Umgehungsstraße verhindern kann. „Die wollen nicht verstehen, dass die Straße durch die fehlende Anbindung sinnlos ist“, kritisierte Griesenbruch die bisherige Planung und nannte dabei einen der Gründe, warum der Verein die Trasse ablehnt: Ohne Anbindung an den Stadtkern könne die Straße den beträchtlichen innerstädtischen Verkehr nicht aufnehmen. Dieser „Binnen-, Ziel- und Quellverkehr“ aus Neuenrade sei jedoch der Hauptgrund für die hohe Belastung der Ersten Straße und der Bahnhofstraße. 

„Der Durchgangsverkehr ist gar nicht so die Menge“, säte die Geschäftsführerin Zweifel an dem Gesamtprojekt. Dazu komme die zusätzliche Lärmbelastung für die Innenstadt: Nur 200 Meter Luftlinie entfernt von der vorhandenen B229 werde eine weitere Straße gebaut. Der Neubau einer Kindertagesstätte in unmittelbarer Nähe der geplanten Umgehung lieferte einen „weiteren Grund, diese Trasse abzulehnen“. Der Protest gipfelte im Kommentar eines Vereinsmitglieds: „Das ist doch alles Irrsinn.“ 

Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms

Konstruktiv war ein Paket möglicher Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms und der Schadstoffe an der vorhandenen Durchgangsstraße. Wer die Umgehung nicht will, muss auch Ideen für jene haben, die an Lärm und schlechter Luft leiden. Die Vorschläge reichten vom Aufruf zum Verzicht auf innerstädtische Fahrten bis zu Überlegungen, dass kommende schadstoffärmere Autos Entlastung bringen könnten. „Ist die Umgehungsstraße dann nicht verzichtbar?“, lautete die Nachfrage. 

Um seine Positionen darzustellen, möchte der Verein wieder stärker an die Öffentlichkeit gehen. „Die Bevölkerung hat zu wenig oder falsche Informationen“, hieß es aus der Runde. „Wir möchten die Leute aufrütteln, dass das Unsinn ist, was da geplant wird“, erklärte Bettina Griesenbruch. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Vereins: www.b229n.de.

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