Junge Leute fehlen

Intensive Azubi-Suche: Firma Ossenberg-Engels geht besonderen Weg

Auch an solchen Maschinen und Anlagen, wie hier Industriemeister Tim Ociepka steht, werden die Azubis bei Ossenberg-Engels ausgebildet.
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Auch an solchen Maschinen und Anlagen, wie hier Industriemeister Tim Ociepka steht, werden die Azubis bei Ossenberg-Engels ausgebildet.

Die Corona-Pandemie hat die Lage auf dem Ausbildungsmarkt noch einmal verschärft. Im Märkischen Kreis gibt es mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber. Unternehmen müssen sich längst offensiv positionieren und auf mögliche Kandidaten zugehen.

Neuenrade – Geworben wird unter anderem mit gutem Betriebsklima und langen Beschäftigungszeiten. Weil viele Ausbildungsmessen coronabedingt abgesagt wurden, setzen die Unternehmen auf Plakataktionen und Werbung in sozialen Netzwerken.

Auch die Firma Ossenberg-Engels hat die Zeichen der Zeit erkannt. Mit einem Tag der offen Tür am Samstag, 2. Oktober präsentiert sich das Unternehmen mit Sitz in Küntrop zwischen 10 und 15 Uhr der Öffentlichkeit – und hofft auch auf viele Schüler und Azubis, die noch nicht wissen, wohin sie die berufliche Reise führen soll, unter den Besuchern.

„Wir suchen motivierte junge Leute, die auch das Unternehmen weiterentwickeln wollen“, sagt Joana Ossenberg-Engels, Personalerin und Mitglied der Chefetage in dem Familienbetrieb. Diese zu finden, werde allerdings immer schwieriger.

Die Ossenberg-Engels GmbH, mittlerweile in der fünften Generation, ist ein breit aufgestelltes Unternehmen, das mit seinen Produkten (Draht-, Rohr- und Stanzbiegeteile sowie ganze Baugruppen) unter anderem die Baubrache und die Elektroindustrie beliefert. Die Automobilindustrie gehört inzwischen nicht mehr zum Hauptkundenpreis. Die Strategie, auch in anderen Branchen Fuß zu fassen, ist nun schon einige Jahre alt und von Erfolg gekrönt. Ossenberg-Engels hat rund 50 Mitarbeiter.

Gesucht werden Azubis für die Ausbildung zum Maschineneinrichter, Werkzeugmechaniker und Fachlageristen. „Wir sind froh, wenn wir dafür gute Leute finden“, sagt Joana Ossenberg-Engels. Um die werde man sich – das sei Firmenpolitik – während der Ausbildung intensiv kümmern. Die Azubis bekämen jemanden an die Seite gestellt, der Ansprechpartner bei Problemen sei. Bei schulischen Problemen gebe es Hilfe.

Nach zuletzt vielen pandemiebedingten Einschränkungen bei der Suche nach Auszubildenden, spielt Corona auch beim Tag der offenen Tür eine Rolle. So gilt die 3G-Regel und Interessierte, die am 2. Oktober vorbeischauen wollen, sollten sich vorher möglichst anmelden.

Um einen Einblick aus erster Hand gewähren zu können, hat Joana Ossenberg-Engels die Mitarbeiter ins Boot geholt. „Wir werden mal die Maschinen laufenlassen, dann können die Schüler selbst Dinge erproben – soweit das arbeitsschutzrechtlich möglich ist.“

Auch einen Stand wird es geben, an dem Joana Ossenberg-Engels zu finden sein wird. „Dort kann jeder Schüler die Gelegenheit zu einem Gespräch nutzen. Und als Personalerin kann ich einen Blick auf die Bewerbungsmappe werfen. Dann kann ich schon mal Tipps und Hinweise geben. Natürlich kann man auch bei mir gleich eine Bewerbung abgeben.“

Abgesehen von Auszubildenden hat man bei Ossenberg-Engels auch Bedarf an fertig ausgebildeten Fachkräften. Auch dabei geht es eher um die technischen Berufe. Werkzeugmechaniker und Maschineneinrichter (wenn möglich aus dem Drahtbereich) werden gesucht.

Anmeldung

Direkt zur Online-Anmeldung für den Tag der offenen Tür gelangen Interessierte über www.ossenberg-engels.de.

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