Leit- und Startprojekte

Ikek nimmt die nächste Hürde

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Bei mehreren Rundgängen im vergangenen Jahr hatten Planer und Verwaltung Vorschläge der Bürger gesammelt, ganz links Bauamtsleiter Marcus Henninger, Stadtplaner Michael Ahn und Bürgermeister Antonius Wiesemann.

Neuenrade - Der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss hat das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) einstimmig angenommen. Erste Projekte sollen kurzfristig beginnen.

Diese sogenannten Startprojekte sind, so die Beschlussvorlage, relativ schnell umsetzbar. Der Verwaltung sei es wichtig, für jeden Ortsteil ein Startprojekt aufzunehmen. Ausnahme ist die Kernstadt, für die das Integrierte städtische Entwicklungskonzept (Isek) wenn möglich noch vor den Sommerferien verabschiedet werden soll.

Neben den Startprojekten wurden auch Leitprojekte definiert, die strategisch wichtig sind und aus verschiedenen Teilabschnitten bestehen können. Beides dient der Priorisierung der einzelnen Bausteine im insgesamt sehr umfangreichen Ikek.

Michael und Angelique Ahn vom Coesfelder Büro Wolters Partner hatten das Ikek erarbeitet, das sie dem Ausschuss am Montag vorstellten. Letzte Hürde auf städtischer Ebene wird am 7. Februar der Rat sein. Stimmt dieser ebenfalls für das Konzept, dann wird es der Bezirksregierung zur Prüfung vorgelegt.

Veränderte Anforderungen an Straßen und Wege

Zu den Leitprojekten gehört das Straßen- und Wegekonzept. Dieses soll der Tatsache Rechnung tragen, dass insbesondere die Landwirtschaft zwar weniger Wege benötigt, die Ansprüche an deren Qualität aber steigen.

Das Konzept zur Schulwegsicherung soll Verbindungen für Radfahrer und Fußgänger verbessern. Ein Schritt könnte sein, bestehende Schulwege zu analysieren und auf Gefahrenstellen hin zu untersuchen. Auch Wegeempfehlungen könnte es geben.

Ein Atlas soll Barrieren aufzeigen

Ein Barriere-Atlas soll die wichtigsten Wege aufzeigen, die barrierefrei umgestaltet werden sollen, auch ohne dass dem – wie bisher – eine andere Baumaßnahme als Anlass zugrunde liegt.

Das bürgerschaftliche Engagement soll das Leitprojekt „Vereins- und Ehrenamtsunterstützung“ stärken. Dazu gehört es, die „Wertschätzungskultur“ zu stärken und eine übergeordnete Koordinierungs- und Beratungsstelle für Vereine und das Ehrenamt zu schaffen.

Blintrop bekommt einen neuen Dorfplatz

Während die vier beschriebenen Leitprojekte sich auf die Gesamtstadt beziehen, ist ein fünftes örtlich begrenzt: Der Dorfplatz/Buswendeplatz in Blintrop soll umgestaltet werden, etwa durch eine Verlegung der Glascontainer oder die Schaffung von Sitzmöglichkeiten und Grünelementen.

Das kurzfristig zu realisierende Startprojekt „Beschilderungskonzept“ betrifft wiederum die Gesamtstadt. Ziel ist es, eine einheitliche Beschilderung zu schaffen, die dennoch die Eigenheiten der einzelnen Ortsteile zum Ausdruck bringt.

Konzept für die städtischen Spielplätze

Das generationenübergreifende Spielplatzkonzept sieht vor, die städtischen Spielplätze zu überprüfen, zu modernisieren und eventuell neue anzulegen. Erste Anpassungen sollen diesbezüglich in der Altstadt, in Küntrop und Affeln erfolgen.

In Affeln soll der Dorfplatz aufgewertet werden, das Quartier rund um die Altenaffelner Schule und die Kirche soll weiterentwickelt werden. Auch die alte Schule in Blintrop inklusive Vorplatz soll als Startprojekt saniert und barrierefrei umgestaltet werden. Der Standort des Küntroper Maibaums soll renoviert werden und zu einem Treffpunkt aufgewertet werden.

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