Integrationslotsen in Neuenrade starten

NEUENRADE ▪ In großer Runde mit dem Bürgermeister und den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien präsentierten sich am Dienstag fast alle Neuenrader Integrationslotsen der Öffentlichkeit.

Ob bei sprachlichen Schwierigkeiten, beim Umgang mit Behörden und Institutionen, bei Informationen über Bildungs- und Freizeitangebote – sie sollen helfen. Die Integrationslotsen sind ab sofort dienstags, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, im Rathaus (Zimmer 4) persönlich zu sprechen. Sie können dann auch unter der Rufnummer 02392/69353 telefonisch erreichbar, oder auch per E-Mail integrationslotsen@neuenradeweb.de. Unter der Rufnummer 0 23 92/16 83 39 kann bei der Integrationsbeauftragten Sandra Horny auch kurzfristig ein Termin vereinbart werden.

Sie sind ehrenamtlich tätig, sie unterliegen der Schweigepflicht. Alle Anfragen und Anliegen werden vertraulich behandelt. Es ist dabei eine vielfältige Truppe, die sich in Neuenrade nach einer mehrwöchigen Ausbildung beim Märkischen Kreis gefunden hat. Dabei haben sie etwas über Konfliktmanagement und den Umgang mit Menschen gelernt, sowie über Behördenstrukturen und sie haben auch gelernt, einmal nein zu sagen, falls es einmal zu persönlich wird. Denn auch eine gewisse Distanz ist wichtig, um professionell zu helfen und zu vermitteln. Für einige der frisch gebackenen Lotsen wurde ihre Tätigkeit, die sie ohnehin schon seit vielen Jahren ausüben, nun auch auf eine offizielle Basis gestellt.

In lockerer Runde sprachen die Lotsen über Integration, und dass dazu immer auch zwei gehören. Sie sprachen offen die Schwierigkeiten an, erzählten auch von jenen, die keine Integration wünschen, ließen durchblicken, dass der Begriff Integration zum teil überbelastet ist. Eine Definition sei schwierig. Wenn wir darüber reden, dann sitzen wir noch morgen früh hier. Gleichwohl gibt es Eckpunkte zum Thema Integration, die alle gleich schätzen. Offenheit und Wahrheiten auszusprechen gehören auch dazu und die Sprache.

Speziell in Neuenrade will man sich um junge Menschen kümmern, versucht sie für die freiwillige Feuerwehr oder Vereine zu begeistern.

Eine gute Definition für Integration hatte Bürgermeister Sasse. Er sagte in etwa, dass es um das Zusammenleben, das Miteinander gehe, ohne die kulturelle Identität aufzugeben.

Die Integrationslotsen und ihre Sprachfertigkeiten: Malindi Ossenberg-Engels (Englisch, Suaheli, Massai und Samburu), Uwe Ossenberg-Engels (Englisch, Kisuaheli), Yakup Demirci (Türkisch), Anton Schlotmann (Englisch, Spanisch), Mehmet Arslan (Türkisch), Fatih Yilmaz (Türkisch) und Elisabeth Kynast ( Polnisch, Tschechisch, Russisch, Jugoslawisch)

Peter von der Beck

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