Installateure: bis zu 16 Überstunden

Etliche Wasserzähler müssen ersetzt werden. ▪ Archiv

NEUENRADE ▪ Bis an den Rand der Erschöpfung arbeiten einige Installateure, um ihren Kunden zu helfen. Bis zu 16 Stunden werkeln sie, um Heizungen ans Laufen zu bringen, Leitungen aufzutauen oder auch Rohrbrüche zu beseitigen. Der Frost sorgt für reichlich Überstunden.

Dirk Günzel, vom gleichnamigen Installationsbetrieb, verweist auf 14 bis 16 Stunden Arbeit pro Tag, überwiegend um Frostschäden zu beseitigen. „Das ist schon heftig“. Dabei werden die eingefrorenen Leitungen schonend aufgetaut, um Brüche zu vermeiden. „Meist geht das gut“. Günzel muss sich zudem um Heizungen kümmern, die ihren Dienst quittieren, weil sie alt und oder dem massiven Dauerbetrieb nicht gewachsen seien. Großschäden hat er in seinem Beritt nicht zu verzeichnen,

Jan Listringhaus, der bei der Firma Haucke, Inhaber Matthias Hennecke, arbeitet, kommt auf 12 bis 13 Stunden Arbeit täglich. Und auch er muss sich um eingefrorene Wasserleitungen kümmern und vor allem die Heizungen ans Laufen bringen. Viele Anlagen seien einfach nicht auf die Kälte ausgerichtet, würden auf Nachtbetrieb schalten. Wie dem auch sei. Die Installateure rechnen damit, dass nach der Kälteperiode und dem einsetzenden Tauwetter noch viel mehr Arbeit auf sie zukommt. Denn dann kämen erst etliche Frostschäden zu Tage.

Auch bei den Stadtwerke Neuenrade muss man sich mit Frostschäden herumschlagen. Trotz wiederholter Warnungen über die Medien, ist es noch nicht bis zu jedem durchgedrungen, dass man bei diesen arktischen Temperaturen besser die Wasseruhren schützt. So verzeichnet Jörg Bartelt, technischer Leiter bei den Stadtwerken, bis jetzt ein halbes Dutzend durch Frost demolierte Wasserzähler. Und das wird nicht billig. Zumindest werden die Arbeitszeit für den Ein- und Ausbau und natürlich die Kosten für die Ersatzbeschaffung fällig.

Doch das alles hält sich in Grenzen angesichts des Großschadens, den es vor ein paar Jahren in einem unbewohnten Neuenrader Haus gab. Hier wurde das Malheur erst beim Tauwetter bemerkt – quasi als das Wasser aus den Fenstern floss.

So hält sich die Schadenslage noch in Grenzen. „Große Leitungsbrüche von Hauptwasserleitungen verzeichnen wir nicht, sagt der technische Leiter und klopft hörbar auf seinen Schreibtisch. Das Leitungsnetz der Stadtwerke sei nämlich recht gut in Schuss. ▪ Peter von der Beck

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