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Innenstadt-Verschönerer feiern: Bürgermeister spendiert dem „Grünen Daumen“ Frühstück

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Von: Peter von der Beck

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Gut gelaunt genießen hier aktive und ehemalige Ehrenamtliche des Arbeitskreises Grüner Daumen das vom Bürgermeister spendierte Dankeschön-Frühstück.
Gut gelaunt genießen hier aktive und ehemalige Ehrenamtliche des Arbeitskreises Grüner Daumen das vom Bürgermeister spendierte Dankeschön-Frühstück. © von der Beck, Peter

Eine gut gelaunte Gruppe fand sich am Donnerstagmorgen im Kaisergarten zu einem opulenten Frühstück ein. Die Männer und Frauen – die jüngsten sind um die 65 Jahre alt – haben eins gemeinsam: Den grünen Daumen. Und so nennen sich auch die, die zumindest blumentechnisch für ein ansprechendes Stadtbild sorgen.

Neuenrade – Zum Zehnjährigen kamen sie zusammen, Bürgermeister Antonius Wiesemann hatte sie zu einem üppigen Dankeschön-Frühstück eingeladen. Antonius Wiesemann, aber auch Michael Beringhoff waren damals nicht ganz unschuldig an der Gründung des Grünen Daumens.

Bei seiner Begrüßungsrede im Kaisergarten erinnerte Wiesemann an die Entstehungsgeschichte im Umfeld des Kommunal-Wahlkampfs 2009. Beringhoff und Wiesemann, welche damals als CDU-Kandidaten für den Rat antraten; hatten zur Versammlung eingeladen, um zu hören, was den Bürgern dort wohl auf den Nägeln brennt. Dabei kam heraus, dass dringend Ruhebänke nötig waren, um die sich die beiden Kandidaten denn auch kümmerten. Auch kam das Gespräch „auf den schlechten Zustand der Grünanlagen“, erinnerte sich Wiesemann. Sofort habe man sich Namen aufgeschrieben und es dauerte nicht lange bis sich die Gruppe zusammenfand und sich auch den Namen Grüner Daumen gab.

Von Anfang an hatte Brigitte Irmscher den Hut auf, kümmerte sich um das Organisatorische. Inzwischen ist der Grüne Daumen ganz gut ausgestattet, auch weil Firma Kracht den dreirädrigen Motorwagen spendierte, mit dem Material transportiert werden kann.

Ein schönes Geschenk gabs für jeden: den seltenen 21er Neuenrader Wein.
Ein schönes Geschenk gabs für jeden: den seltenen 21er Neuenrader Wein. © von der Beck, Peter

Lob gab es am Donnerstag noch reichlich vom Bürgermeister für „die grünen Daumen“. In dieser Größenordnung und mit dieser Verlässlichkeit kenne er in den Nachbarkommunen keine vergleichbare Vereinigung. Er werde auch oft auf den Grünen Daumen angesprochen. Wiesemann freute sich über die Kreativität, erwähnte das mit Blumenkörben verzierte Vaterland-Fahrrad, den Schmuck rund um die Ziegen-Skultpuren oder das aus Blumen bestehende „I Love Neuenrade“. „Da muss man nur am roten Punkt noch ein wenig arbeiten,“ sagte das Stadtoberhaupt. Das Blumenarrangement rund ums Rathhaus sieht für ihn zudem „wie eine kleine Bundesgartenschau“ aus. Ein schönes Geschenk hatte er auch für Aktive und Ehemalige der ehrenamtlichen Gärtner-Kolonne mitgebracht: Den edlen und seltenen Tropfen Neuenrader 2021er (sechste Lese).

Warum man sich beim Grünen Daumen beteiligt, erklärte Heinz Löhnhardt, der dem einen oder anderen noch als Laienschauspieler beim Kleinen Studio bekannt sein dürfte und der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr beim Grünen Daumen aktiv ist. „Ich wollte der Gemeinde etwas zurückgeben.“ 1960 sei er hergekommen, ein Kind aus Kriegszeiten. Hier habe er Arbeit gefunden, hier habe man sich gekümmert. „Außerdem macht es Spaß.“ Auch Arno Bommersbach und die anderen Kollegen und Kolleginnen haben natürlich auch ihre Freude an dieser speziellen ehrenamtlichen Aufgabe.

Das Areal ist ziemlich groß: So werden die Beete von der Graf-Engelbert-Straße über die Innenstadt – einschließlich Rathaus – bis hin zur Unterführung an der Balver Straße gepflegt.

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