Innensanierung: Katholische Kirche Monate geschlossen

Klaudia Grobel (re,), Verwaltungsleiterin der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade, freut sich über die enorme Spendenleistung. - Foto: von der Beck

Neuenrade - Für viele, viele Wochen müssen die Neuenrader Katholiken auf ihre Kirche St. Mariä Heimsuchung verzichten. Doch der Verzicht wird sich sicher lohnen, denn dafür wird die Kirche von innen neu gestaltet. Sie erhält den Innenanstrich für den man in derGemeinde so lange gesammelt und gespart hat.

Jede Spende, darunter viele Kleinspenden hätten letztlich dazu beigetragen, dass der Innenanstrich nun Realität werde, hieß es am Dienstagabend im Rahmen einer Sitzung im Philipp-Neri-Haus mit Verwaltung, geistlicher Leitung, Gemeinderatsmitgliedern und Mitgliedern des Fördervereins.

Der Auftakt zur Spendensammelaktion für den Innenanstrich war 2008 im Rahmen eines Sponsorenlaufes durch die Altstadt. Seitdem gab es immer wieder Aktionen und Aufrufe, um zu spenden. Mit Erfolg. Jetzt ist eine Summe im oberen fünfstelligen Bereich zusammen gekommen. Klaudia Grobel, Verwaltungsleiterin der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade sagte: „Das ist eine richtig, richtig große Leistung“.

Jetzt, da die Mittel vorhanden sind, hat das bischöfliche Generalvikariat die Auftragsvergabe für den Innenanstrich der Kirche genehmigt. „Der Kirchenvorstand hat nach Prüfung von sechs verschiedenen Anbietern einstimmig entschieden, den Auftrag an die Firma Maus aus Werdohl zu vergeben“. Mit den Arbeiten soll nach Weihnachten begonnen werden. Damit gemeint sind die Vorarbeiten. So muss der Elektriker noch diverse Arbeiten erledigen, so soll die Beleuchtung im Altarraum zeitgemäß auf eine energiesparende Technik umgestellt und die Lautsprecheranlage muss erneuert werden. Zudem soll ein Teil der Bänke im Zuge einer mehr familiäreren Gestaltung des Innenraum umgestellt und dem heutigen Bedarf angepasst werden.

Für diese zusätzlichen Installationsarbeiten fehlen der Gemeinde allerdings noch 10 000 Euro. Auf diese Summe beläuft sich der 40-prozentige Eigenanteil der Pfarrei. Den größten Teil davon, 15 000 Euro, bezahlt das Bistum. Nun hoffen Kirchenvorstand und Förderverein nochmals auf die Hilfe von Spendern und Sponsoren, damit sie die Summe zu Beginn des nächsten Jahres zur Verfügung haben.

Bleibt die Frage nach der Unterbringung der Gläubigen während der Sanierungs- und Streicharbeiten, die bereits nach Weihnachten beginnen und sich bis vor Ostern erstrecken. Hier biete sich das Philipp-Neri-Haus an, hieß es. Zudem hat man noch eine weitere Lösung im Visier.

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