TuS Neuenrade

Fußball-Förderverein unzufrieden

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Der amtierende Vorstand (von rechts): Thorsten Mertins, Karl-Heinz Thiele, Jens Koepernik und Andreas Pieper.

Neuenrade - Seit seiner Gründung hatte sich im Vorstand des Förderverein für die Fußballjugend im TuS Neuenrade wenig geändert. Im Frühjahr wollen die meisten ihre Posten abgeben. Doch die Suche nach Nachfolgern gestaltet sich schwierig.

Außerdem leidet der Förderverein unter Mitgliederschwund. Derzeit sind noch 56 Mitglieder dabei. „Es waren einmal mehr als doppelt so viele“, blickt der 2. Kassierer, Andreas Pieper, zurück.

Das Problem: Finden sich nicht ausreichend Mitstreiter für den Vorstand und auch sonst keine helfenden Hände, muss der Förderverein nach 14 Jahren aufgelöst werden. Und das könnte gleichzeitig das Ende der Fußballjugend im TuS Neuenrade bedeuten.

Denn der Spielbetrieb der 16 Jugendmannschaften mit durchschnittlich 200 Kindern wird einzig und allein durch die Bemühungen des Fördervereins aufrecht erhalten. „Sieben bis acht Prozent der Gelder, die der Förderverein einsetzt, kommen von den Mitgliedsbeiträgen“, verrät Kassierer Jens Koepernik.

Der größte Posten seien Sponsorengelder. Und die fielen eben weg, wenn der Förderverein aufgelöst werde. Und auch der Bus, mit dem die Kinder zu ihren Fußballspielen gefahren werden, denn der Bus gehört dem Förderverein.

Das Interesse der Eltern ist gering

Und dieser kommt auch für den Sprit und den Unterhalt des Busses sowie die Versicherungskosten auf - das alles für einen Euro Mitgliedsbeitrag im Monat.

Doch das Interesse bei den Eltern ist gering. 13 Anwesende – der Vorstand mitgezählt – kamen so zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch in den Kulturschuppen. Der 2. Vorsitzende des Fördervereins und zugleich Leiter der TuS-Fußballabteilung Karl-Heinz Thiele schüttelte mit dem Kopf und sagte: „Die Beteiligung der Eltern heute ist sehr traurig.“

Der 2. Kassierer wunderte sich: „2004 haben wir noch mit allen Eltern am Spielfeldrand gestanden, wenn unsere Kinder gekickt haben.“

Der Förderverein ist ein wichtiger Finanzier

Eine Mutter ergänzt: „Und heute sagen 80 Prozent der Eltern zu ihren Kindern: ‘Gut, wenn Du heute lieber mit dem Handy spielen willst, dann brauchst Du nicht zum Training’.“ Ein Vater echauffiert sich: „Diese Eltern ‘parken’ ihre Kinder doch bloß beim Training, um selbst shoppen zu gehen.“

Noch ist aber Hoffnung da. Der aktuelle Vorsitzende des Fördervereins ist seit zwei Jahren Jugendleiter Thorsten Mertins. Und der möchte weiter machen. Erste Gespräche mit möglichen Mitstreitern hat er auch geführt. Doch er braucht noch mehr Unterstützung.

Der Förderverein finanziert neben dem Bus, der die Kinder zu ihren Spielen fährt, auch deren Sportkleidung, die Ausstattung, die Spielgeräte, die Schiedsrichter, die Vereinshütte am Waldstadion sowie deren Betrieb, Veranstaltungs-Equipment und Turniere.

Veranstaltungen sollen Geld in die Kasse spülen

Mit gewaltigem Arbeitseinsatz organisiert die Führungsmannschaft des Fördervereins aber auch im Laufe eines Jahres einige Veranstaltungen, die Geld in die Jugendkasse spülen.

Als nächstes im Terminkalender steht so das 3. Oktoberfest, welches gemeinsam mit dem Hauptverein auf die Beine gestellt wird. Es soll am 21. Oktober in der Schützenhalle Küntrop über die Bühne gehen. Dann gibt es Musik der Band Fetzentaler und bayerische Küche. Ab 19 Uhr ist Einlass für alle, die mindestens 18 Jahre alt sind. Eintrittt: 12 Euro (im Vorverkauf: 10 Euro).

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