Neubau Kita

Drei Bewerber um Trägerschaft

Auf dem Gelände des ehemaligen Abenteuerspielplatzes In der Hönne, soll die neue Kita gebaut werden.
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Auf dem Gelände des ehemaligen Abenteuerspielplatzes In der Hönne, soll die neue Kita gebaut werden.

Die Entscheidung, wer denn nun die Trägerschaft für die neue dreigruppige Kita übernehmen wird, welche die Stadt Neuenrade am Standort In der Hönne bauen wird, fällt beim nächsten Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises am 15. Dezember.

Neuenrade - Die Entscheidung, wer denn nun die Trägerschaft für die neue dreigruppige Kita übernehmen wird, welche die Stadt Neuenrade am Standort In der Hönne bauen wird, fällt beim nächsten Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises am 15. Dezember. Das teilte Kreispressesprecher Hendrik Klein auf Nachfrage mit. Immerhin drei potenzielle Träger haben sich demnach beworben, darunter eine, die bereits im Kreis tätig ist. Die Stadt Neuenrade wird dabei als Investor auftreten, denn sie wird die Kita bauen und eben anschließend vermieten.

Kinderreiches Neuenrade: Inzwischen dritter Neubau

Es ist die inzwischen dritte Kindertagesstätte, die in den vergangenen zehn Jahren in Neuenrade neu errichtet wird. Zwei davon sind in privater Trägerschaft. Zum Hintergrund des Kita-Bedarfs: Mitte Juni fand im Kaisergarten eine Zusammenkunft aller Kita-Träger in Neuenrade gemeinsam mit dem Kreisjugendamt statt. Dabei kam zutage, dass der Kreis schon für das aktuelle Kita-Jahr Schwierigkeiten hatte, überhaupt alle Kinder in Neuenrade unterzubringen. 430 Plätze gibt es, 449 sind laut Planung aber nötig.

Eine Berücksichtigung aller Betreuungsanträge sei nur durch Überbelegungen in allen Einrichtungen möglich gewesen, hieß es damals. Die Geburtenzahlen entwickeln sich jedenfalls erfreulich. Laut Kreisjugendamt würden deshalb auch in den kommenden beiden Jahren die Kita-Plätze mehr als knapp. Demnach würden dann sogar „in erheblichem Umfang Kindergartenplätze“ fehlen, hieß es im Sommer. Allein die Geburtenzahlen aus der Periode Oktober 2019 bis Juli 2020 würden diesen Trend bestätigen. Man geht derzeit von knapp zwei unversorgten Gruppen aus. Insider sprechen von 30 bis 40 Kindern. Erweiterungen scheinen jedenfalls nicht in Betracht zu kommen.

Standort mit Nähe zur Natur

Der Standort für den Neubau ist jedenfalls klar: Es ist das Grundstück eines ehemaligen Abenteuerspielplatzes zwischen Heerweg und der Sackgasse In der Hönne. Das Gelände sollte ursprünglich für Wohnbebauung genutzt werden, formal müsste der Bebauungsplan angepasst werden. Die Verwaltung hält den Bau einer Kita für sinnvoller. Vorteile seien die Nähe zur Natur und gerade das biete aus pädagogischer Sicht vielfältige Möglichkeiten für die Kita-Arbeit. Die Eltern müssten ihre Kinder dann allerdings per Pedes in der Einrichtung abliefern, da die Straße eine Sackgasse ist. Die Verwaltung lässt jedenfalls durchblicken, dass sich das Modell rechne – auch bei den „im Rahmen einer Betriebskostenabrechnung anerkennungsfähigen Mietpreises“.

Realisierung im Kita-Jahr 2021/2022

Zeitplan: Avisiert ist die für Errichtung und Inbetriebnahme des neuen Kindergartens das Kindergartenjahr 2021/2022, sagte Neuenrades Bauamtsleiter Marcus Henninger. Gleich zu Beginn des Kitajahres zum 1. August wäre allerdings „sehr sportlich“, sagte Henninger. Wie die Kita in der Hönne dann aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Vermutlich wird sie eingeschossig und in Absprache mit dem neuen Träger gestaltet.

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