Vorschlag stößt auf breite Zustimmung

Impfterminvergabe: Parteiübergreifendes Hilfsangebot

Die Impfterminvergabe gestaltet sich zumindest online nicht ganz so einfach. Auch die telefonische Impfterminvergabe scheint schwierig zu sein.
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Die Impfterminvergabe gestaltet sich zumindest online nicht ganz so einfach. Auch die telefonische Impfterminvergabe scheint schwierig zu sein.

Der Vorschlag der Neuenrader FDP, älteren Bürgern bei der Impfterminvergabe zu helfen, stieß am Mittwochabend auf große Zustimmung bei den anderen Parteien.

Unter Verschiedenes hatte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) in der Verwaltungsratssitzung für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) den Vorschlag der FDP, der um einen Fahrdienst zum Lüdenscheider Impfzentrum in der Schützenhalle Loh erweitert werden soll, präsentiert.

Die übrigen Parteien lobten das Ansinnen der Liberalen und sagten gleich ihre Teilnahme zu. Marcus Dunker: „Sehr guter Vorschlag!“ Man werde seitens der CDU genügend Leute stellen. Er selbst werde auf alle Fälle dabei sein. Auch die Ergänzung der Verwaltung mit dem Fahrdienst zum Impfzentrum fand seine Zustimmung. Möglicherweise könnten ja Fahrzeuge von Unternehmen eingesetzte werden.

Koordinierungstermin im Rathaus

Bernhard Peters von der FWG schloss sich an und erklärte sich gleich bereit, einen Fahrdienst zu übernehmen. Frank Bäcker von der SPD lobte das Ansinnen ebenfalls. Man werde aktiv dabei sein. Bürgermeister Wiesemann schaltete sich sogleich ein: „Dann lasst uns Butter bei die Fische tun. Machen wir gleich für Freitag, 16 Uhr, einen Termin, um alles zu organisieren. Von jeder Partei ein Vertreter, Treffpunkt großer Sitzungssaal.“ Somit wird die erweiterte FDP-Idee umgesetzt. Jetzt geht es im Prinzip nur noch um die Organisation.

Die ursprüngliche Idee kam von Michael Hammer. Der hatte in seinem Umfeld und in Medienberichten mitbekommen, dass gerade Ältere, wenn familiäre Unterstützung fehlt, Schwierigkeiten haben, einen Impftermin auszumachen. Die FDP schlug hier vor zu helfen. Man will Endgeräte und Manpower zur Verfügung stellen und in einem pandemiegerechten Raum (Saal des Hotels Kaisergarten) Termine für Ältere über das Onlineportal buchen. Nach Aussage von Bürgermeister Wiesemann könne die Datenschutzhürde leicht mit einer unterschriebenen Datenschutzerklärung genommen werden. Die FDP hofft, dass die Idee auch in anderen Städten Nachahmer findet.

Terminvergabe online nicht einfach

In der Tat gestaltet sich zumindest online die Terminvergabe nicht einfach. So muss eine E-Mail-Adresse her, damit ein Code für die Terminvergabe empfangen werden kann. Um das alles abzuschließen – auch den Termin für die zweite Impfung – steht nur ein Zeitfenster von zehn Minuten zur Verfügung. Das funktioniert nicht ganz so toll, wie ein Selbstversuch ergab.

Wer nach erfolgreicher Vergabe des ersten Termins den zweiten Termin haben möchte, wird aufgefordert erst den ersten Termin einzugeben... Zumindest auf diesem Wege könnte sich die Terminvergabe schwierig gestalten. Hilfe für nicht online-gestählte Senioren ist daher angebracht.

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