Angebot wird sehr gut angenommen

Impf-Termine: Viele Senioren benötigen Hilfe

Michael Hammer nimmt die Daten einer Seniorin auf, die sich einen Impftermin wünscht. Maria Brockhagen hat telefonisch versucht, Termine zu vereinbaren – ohne Erfolg.
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Michael Hammer nimmt die Daten einer Seniorin auf, die sich einen Impftermin wünscht. Maria Brockhagen hat telefonisch versucht, Termine zu vereinbaren – ohne Erfolg.

„Mit einem so großen Andrang haben ich nicht gerechnet, als wir das Hilfsangebot vorgeschlagen haben“, stellt Michael Hammer fest.

17 Seniorinnen und Senioren im Alter über 80 Jahren hatten sich für Dienstagnachmittag einen Termin geben lassen, um in der DRK-Begegnungsstätte in Neuenrade Hilfe bei der Buchung eines Impftermins in Anspruch zu nehmen. „Andere sind noch zusätzlich ohne Voranmeldung gekommen“, berichtete Maria Brockhagen, die Leiterin der Begegnungsstätte.

Nachdem FDP-Fraktionschef Michael Hammer die Idee vor etwa einer Woche öffentlich gemacht hatte, war der Zuspruch groß. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) sicherte Unterstützung zu, ebenso weitere Kommunalpolitiker von SPD, FWG und CDU. „Das ist gelebte Solidarität über die Parteigrenzen hinweg. Wenn es darauf ankommt, ziehen alle an einem Strang“, lobte Hammer den Zusammenhalt in der Stadt.

Momentan keine Termine mehr verfügbar

Und so war er am Dienstag nicht der einzige, an den sich die Senioren wenden konnten. Am Nachbartisch – mit großem Abstand – saß SPD-Politiker Tobias Rüscheberg, und notierte sich die Datenhilfesuchender Senioren. Auch FDP-Mitglied Jan Schäfer stand zur Verfügung. „Am Donnerstag werden CDU-Mitglieder vor Ort sein, auch die FWG ist dabei“, so Hammer.

Allerdings: Große Erfolge konnten die Helfer mit ihren Laptops gestern nicht vorweisen. „Es gibt momentan keine Termine mehr“, stellte Maria Brockhagen bekümmert fest. Und Michael Hammer schüttelte verwundert den Kopf: „Erst habe ich hier auf dem Bildschirm zwei Termine zur Auswahl. Dann gebe ich alle Daten ein – und erst dann kommt die Nachricht: ,Dieser Termine ist nicht mehr buchbar.’“

Buchungsversuche bleiben ohne Erfolg

Auch nach vielen Versuchen blieben die Buchungsversuche ohne Erfolg. Deshalb ändert die Helfer ihre Strategie: Sie ließen sich von jedem Hilfesuchenden eine Datenschutzerklärung unterschreiben, außerdem mussten alle persönlichen Daten, die zur Terminvereinbarung benötigt werden, notiert werden. Auch, ob eine Fahrgelegenheit zum Impfzentrum in Lüdenscheid benötigt wird, wurde bereits erfasst.

„Wir werden es dann später – heute Abend und morgen online weiter probierten“, hoffte Michael Hammer auf Erfolg innerhalb des nächsten Tages. „Sobald wir einen Termin vereinbaren konnten, werden wir den Senioren die Unterlagen in den Briefkasten werfen, anders geht es leider nicht“, sagte er.

Auch telefonische Versuche scheitern

Maria Brockhagen berichtete von telefonischen Versuchen der Terminvereinbarung. „Ich habe das für einige unserer Senioren in die Hand nehmen wollen und habe zwei Tage jeweils bis abends 22 Uhr immer wieder die Hotline angerufen – ohne Erfolg.“ Deshalb begrüßte auch sie das parteiübergreifende Hilfsangebot: „Eine bessere Idee gibt es einfach nicht.“

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