Ein besonderes Pflaster

Immobilienmarkt in Neuenrade: Vor allem gastronomische Objekte im Angebot

Die Kostbar gehört zu den größeren gastronomischen Objekten in Neuenrade, die derzeit angeboten werden. Die Verhandlungsbasis liegt bei knapp 400 000 Euro.
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Die Kostbar gehört zu den größeren gastronomischen Objekten in Neuenrade, die derzeit angeboten werden. Die Verhandlungsbasis liegt bei knapp 400 000 Euro.

Was Gewerbeimmobilien anbelangt, so ist Neuenrade ein besonderes Pflaster. Flächen und Objekte sind in der Regel knapp. Der Grund: Industriefläche wird von dem einen oder anderen Unternehmer als Reservefläche gehalten.

Das Angebot an freien Flächen für Häuslebauer ist überschaubar – auch weil die Verdichtung in Neuenrade inzwischen weit vorangeschritten ist. Und Neubaugebiete auszuweisen wird schwierig.

Marcus Dunker, beim Stadtmarketingverein Leiter der Projektgruppe Wirtschaft, sagt dazu: „Dass wir in Neuenrade zu wenig bebaubare Flächen haben, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr.“ Der Regionalplan lasse da kaum Möglichkeiten für eine Ausweisung von Baugebieten. Große innerstädtischen Flächen (Nähe Werdohler Straße) stehen nicht zur Verfügung, weil die Eigentümer nicht verkaufen wollen. Hintergrund ist hierbei der niedrige Zinssatz. Vermögende Personen können mit Bargeld nicht viel anfangen und sehen der weiteren Wertsteigerung ihrer Grundstücke gelassen zu.

Der Markt ist in Bewegung

Gleichwohl ist Bewegung auf dem Gewerbeimmobilien-Markt. Neuenrade – eine Stadt, die „durch eine günstige Topografie einen hohen Wohn- und Freizeitwert“ habe und als „eine lebendige Kleinstadt im Nordwesten des Sauerlands“ reüssiere.

Derzeit werden gastronomische Objekte im Raum Neuenrade zum Verkauf aber auch zur Miete angeboten. Herausragendes Objekt ist dabei die Kostbar (ehemals Eule) an der Eulengasse, die nach dem Tod des Pächters nun schon seit längerer Zeit zum Verkauf angeboten wird – gerade in Corona-Zeiten allerdings kein einfaches Unterfangen. Gut 390 000 Euro ist die Verhandlungsbasis für den fix und fertig eingerichteten Betrieb mit angeschlossenem Hotelgeschäft im Zentrum Neuenrades.

Objekt in Blintrop mit Gaststuben

Ein nicht näher bebildertes Objekt in Blintrop mit Gaststuben für insgesamt 60 Personen, Kegelbahn, Pensionszimmern, Carports, sogar Pferdeställen und Wohnhaus ist ebenfalls im Angebot. Die Hauptwohnung des Wohnhauses umfasst rund 100 Quadratmeter und die zweite Wohnung bietet gut 50 Quadratmeter Wohnfläche. Interessenten können das Ensemble für 330 000 Euro erwerben.

Wer einen Pensionsbetrieb betreiben möchte, kann 155 000 Euro auf den Tisch legen und sofort loslegen. Das kleine, urige Objekt liegt nur 500 Meter vom Neuenrader Stadtzentrum entfernt.

Gaststätte Zur Post: 1000 Euro zur Post

Und nur einen Steinwurf entfernt ist die Gaststätte Zur Post. Der traditionsreiche Betrieb diente zwischenzeitlich dem DRK als Second-hand-Kleidermarkt und wird nur für 1000 Euro Monatsmiete Gastronomen angeboten.

Abseits dieser Branche sind noch ein paar Büroräume und Praxisflächen zu verkaufen oder zu vermieten: In Altenaffeln ist eine Gewerbeimmobilie über 190 Quadratmeter für 950 Euro pro Monat zu haben. Eine größere Immobilie ist in Affeln für fast 40 000 Euro zu verkaufen. Dabei handelt es sich um ein Haus mit angeschlossener gewerblich genutzter Halle.

Mehrfamilienhaus für 1,5 Millionen Euro

Und wer Geld in Neuenrade anlegen will, wird hier fündig: Für rund 1,5 Millionen Euro wird ein Mehrfamilienhaus angeboten. Zehn Wohnungen von 49 bis 89 Quadratmeter enthält das Objekt. Ein anderes, größeres Objekt mit mehr als doppelt so vielen Einheiten wurde just verkauft.

Und auch das gibt es in Neuenrade: Ein Zwangsversteigerungsobjekt zentrumsnah für kleines Geld.

Noch ein kleines Renditeobjekt mit Ladenlokal ist an der Zweiten Straße zu verkaufen. Hier scheint die Investition übersichtlich. Mit 155 000 Euro ist ein Investor oder Eigennutzer dann dabei.

Zentrumsnahes Objekt wird zwangsversteigert

Und wer noch weniger Geld aufbringen möchte – wenn er es denn schafft mit wenigen Mitteln dieses Objekt in einen bewohnbaren Zustand zu bringen, sollte sich einen Zwangsversteigerungstermin merken. Ein Objekt an der Werdohler Straße (zentrumsnah) wird wohl für kleines Geld zu versteigern sein: Den Verkehrswert für das Wohn- und Geschäftshaus wird auf 4502 Euro festgesetzt.

Nur eins sucht man derzeit in Neuenrade vergebens: Industriegrundstücke. Zumindest werden sie nicht offensiv in den einschlägigen Portalen angeboten.

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