Illegale Reifenentsorgung im Feuchtbiotop

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Die 49 illegal entsorgten Autoreifen im Feuchtbiotop Gelmecke sorgen für große Verärgerung bei der Stadt Neuenrade. Der Jagdaufseher Gisbert Weber stieß auf die Müllkippe im Wald und informierte Kämmerer Gerhard Schumacher. Dieser erstattete Anzeige.

Neuenrade - Eine wilde Müllkippe besonderen Ausmaßes meldete nun Jagdaufseher Gisbert Weber der Stadtverwaltung Neuenrade. In einem Waldstück im Feuchtbiotop Gelmecke stieß er auf 49 Autoreifen, die dort verbotenerweise im Wald entsorgt wurden.

Gerhard Schumacher, Kämmerer der Stadt Neuenrade, ärgert sich über das dreiste Verhalten: „Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet. So etwas gehört sich einfach nicht.“ Immer wieder würde in Neuenrader Wäldern Müll und Hausrat entsorgt, so Schumacher. Die nun entdeckten 49 Autoreifen aber gingen über die sonst in Vergleich relativ geringen Mengen weit hinaus. „Nicht nur, dass die Umwelt durch solche illegalen Müllkippen in Mitleidenschaft gezogen wird, die Stadt muss nun auch für deren Entsorgung aufkommen“, berichtet Schumacher im Gespräch mit unserer Zeitung über das weitere Vorgehen.

Den Gesamtschaden für eine rechtmäßige Entsorgung sowie den Abtransport der 49 Autoreifen beziffert Schumacher auf rund 400 Euro. Der unbekannte Täter hingegen hat sich mit seiner Aktion 245 Euro gespart. Soviel nämlich wären fällig gewesen, wenn er die Reifen zum städtischen Bringhof gebracht hätte.

Wie die Reifen in das Feuchtbiotop gelangt sind, kann Schumacher indes nur vermuten. „Eine so große Menge fährt man ja nicht mal eben mit dem Pkw weg, da benötigt man schon einen Anhänger oder einen größeren Lieferwagen“, vermutet der Kämmerer. Unter den Reifen sei auch ein Treckerreifen, ob das allerdings Aufschluss über den Täter gebe, sei Spekulation. Schumacher: „Augrund der Erfahrung mit solchen Delikten stehen unsere Chancen, den Verursacher zu finden, eher schlecht.“

Trotzdem hofft er auf die Mithilfe der Neuenrader Bevölkerung. „Wenn irgendjemand etwas beobachtet hat, sollte er sich mit uns in Verbindung setzen“, bittet Schumacher. Dabei hofft er vor allem auf Jogger oder Spaziergänger, denn die Reifen wurden an einem recht abgelegenen Weg entsorgt. Hinweise nimmt daher sowohl die örtliche Polizeidienststelle in Werdohl unter der Rufnummer 0 23 92/9 33 90, als auch Gerhard Schumacher unter der Rufnummer 0 23 92/6 93 30 entgegen.

Von Friederike Domke

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