Interaktive Karte

Ideen gefragt: So können die Neuenrader das Klima retten

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Die interaktive Karte ist leicht zu bedienen.

Neuenrade – Ein bisschen enttäuscht klingt Marcus Henninger schon, wenn er über das Thema interaktive Klimaschutzkarte spricht. Auf dieser Karte kann jeder Neuenrader Ideen eintragen, die dem Klimaschutz zuträglich sind.

Indes: Kaum jemand hat dort ein Projekt eingetragen. Die Rubrik „Bisher erfasste Ideen“ weist einen Eintrag auf. Henninger: „Und gerade so etwas lebt doch davon, dass Bürger mitmachen.“ 

Zum Hintergrund: Die Stadt Neuenrade hat im Rahmen der derzeitigen Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für Neuenrade eine Möglichkeit geschaffen, ihre Bürger direkt und sozusagen von zu Hause aus mit in zukünftige Klimaschutz-Aktivitäten einzubinden. 

Vorschläge noch bis Mitte Januar möglich

Vorschläge zum Klimaschutz in Neuenrade können die Bürger noch bis Mitte Januar auf dieser interaktiven Ideenkarte machen. Anschließend werden die Ideen der Bürger ausgewertet und zielgerichtet in den kommunalen Klimaschutzprozess aufgenommen. Das künftige Konzept soll ein Maßnahmenprogramm enthalten, das die Stadt Neuenrade vor Ort umsetzen möchte. 

Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Mit der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes wurde die Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft aus Essen beauftragt. Die Ideenkarte ist Teil dieses Konzeptes. Dabei ist das Handling der Karte gar nicht schwierig: Einen Ort aussuchen, in die Karte klicken (dann öffnet sich ein Dialogfenster) und eintragen. Anschließend wird die Klimaschutzidee in der Karte aufgeführt. 

Ideen können kategorisiert werden

Es gibt dabei eine Reihe von Oberbegriffen unter denen der Bürger die Idee einsortieren kann. Zum Bereich Klimaanpassung können Maßnahmen eingetragen werden, welche die Symptome des Klimawandels lindern könnten. Da schafft zum Beispiel die Fassadenbegrünung einiges, die in Stadtteilen und Quartieren für eine verbesserte Verdunstungsleistung sorgen kann. Schutzmaßnahmen wie Rückzugsräume für Hochwasser oder das Abschließen von Elementarschadenversicherungen gehören ebenfalls zu dem Bereich. Die Anpassung der Forstwirtschaft an die Klimaänderungen zählen dazu. 

Sicher müsste sich auch ein Gartenbesitzer etwas einfallen lassen angesichts immer wieder auftretenden Extremklimas. Auch die Rubriken erneuerbare Energien, umweltfreundliche Mobilität oder Wohngebäudesanierung sind Bereiche, zu denen sich der Neuenrader etwas einfallen lassen kann. Über diese Karte besteht jedenfalls die Chance sich einzubringen – ohne einen Klarnamen zu nennen. 

Umweltschutz wird exportiert

Das Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz genießt in der Hönnestadt auch bei Unternehmen einen hohen Stellenwert. Umweltschutz wird gar exportiert. So wird in einem Unternehmen der E-Holding in China, bei der HBE Fluid Equipment, mit gutem Beispiel voran gegangen: Maßnahmen zur Stromgewinnung sowie Recycling und Müllvermeidung werden dort umgesetzt.

Mitmachen Um zur Ideenkarte zu gelangen, hat die Stadt einen Link auf ihre Homepage gestellt: www.ideenkarte.de/mk/neuenrade.

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