„Ich will, dass Chaos ausbricht“

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Katja Losch freut sich auf ein „konstruktives Chaos“. Seit mehreren Jahren ist sie bereits für die Kiku tätig.

NEUENRADE - Mit neuem Konzept, aber bekanntem Gesicht startet die Kinderkunstwerkstatt Neuenrade (Kiku) einen neuen Kursus. Unter dem Motto: „Mal sehen, was geht...“ übernimmt Katja Losch die Leitung über die Kunsttherapeutische Ideenwerkstatt.

Die 27-Jährige arbeitet bereits seit fünf Jahren mit Kindern und Jugendlichen in der Kiku zusammen. Nach ihrem Studium der Kunstpädagogik an der Hochschule für Künste im Sozialen in Bremen-Ottersberg möchte sie jetzt in Kursen mit den Jugendlichen arbeiten. Ein Konzept möchte sie den Besuchern nicht vorgeben: „Ich habe kein stehendes Konzept, das ist nicht meine Art Kunstherapie zu machen“, sagt Losch. Die Kinder sollten sich zuerst in der Werkstatt umsehen, und das Material entdecken, mit dem sie arbeiten möchten. „So können sie erstmal rumprobieren und experimentieren, das habe ich schon gemacht, und es wurde begeistert angenommen“, blickt die 27-Jährige zurück. Ihr Ziel formuliert Katja Losch einfach: „Ich will, dass das Chaos ausbricht.“ Dieses Chaos gehört zu ihrem Konzept. „Ich mache keine Pädagogik von oben nach unten, dass ich sage, was gut und was falsch ist.“ Nach Losch sollten sich die Kinder, jeder für sich, die Fragen stellen: Was will ich überhaupt? Wie kann ich mich ausleben? Zu häufig merke sie während ihrer Arbeit mit den Kindern, dass viel Potential vorhanden ist, es aber bisher nicht gefördert wurde.

Besonders schätzt sie die Rückmeldungen, die ihr die Kinder geben. „Sie sind sehr authentisch, sie weinen schonmal oder schimpfen, aber das ist mir immer noch lieber, als mit Erwachsenen ewig zu diskutieren.“

In ihrem Kursus sind alle Kinder willkommen. Besonders freut sie sich auf etwas ruhigere Kinder, aber auch auf Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten. Mit etwa sechs Terminen werden die Kurse absichtlich kurz gehalten, damit die Kinder die Übersicht behalten, und auch neue Projekte selbst mitgestalten können.

Informationen gibt die Leiterin der Kiku, Irmhild Hartstein, unter Tel. 0151 / 112 42 734. Anmeldungen sind ebenfalls unter der Telefonnummer oder direkt in der Kiku möglich.

Von Sebastian Berndt

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