Eröffnung am 1. Mai

Neues Lokal eröffnet im ehemaligen Gasthof Zur Eule

Noch wird an allen Ecken gebaut im ehemaligen Gasthof Zur Eule. Bis zum 1. Mai soll alles fertig sein, damit Inhaber Matthias Pielhau mit seinem Team den Hotel- und Restaurantbetrieb aufnehmen kann.

Neuenrade - Neuer Name, neuer Inhaber, neues Konzept – aus dem Gasthof Zur Eule wird das Kostbar. Der neue Inhaber ist ein echter Neuenrader, aber auch viel in der Welt herumgekommen.

Matthias Pielhau erklärt, was er mit dem ehemals alteingesessenen Lokal vor hat: „Ich will eine Adresse für alle schaffen.“ Dazu gehören junge Menschen und Familien mit Kindern, aber eben auch das gesetztere Publikum. Auf eine bestimmte Zielgruppe festlegen lassen möchte sich der Restaurant- und Hotelfachmann jedenfalls nicht.

Deshalb wird der Gastbereich unterteilt: Im vorderen Bereich, in dem sich auch die Bar befindet, werden Burger und Getränke serviert. Eher leger soll der Raum werden. „Das soll ein Treffpunkt werden für alle, die gemütlich einen Burger essen oder ein Bier schlürfen wollen“, sagt Matthias Pielhau.

Innovativ sollen die Burger werden, verspricht er. Dafür habe er auch einen guten Koch engagiert, der schon „heiß darauf“ sei, bald die Gäste zu bekochen.

Innovative Burger und alte deutsche Küche

Im hinteren Bereich soll es rustikaler zugehen: Alte deutsche Küche, Schmorgerichte, nach originalen Rezepten – aber modern angerichtet, verspricht Pielhau. „Es soll schon ein visuelles Erlebnis werden, geschmacklich aber schöne Erinnerungen wecken.“

Beides, alte deutsche Küche und eben auch Burger, haben seiner Meinung nach bisher in Neuenrade gefehlt. „Aber wir haben schon eine sehr gute Gastronomie in der Stadt“, sagt der Fachmann.

Zur Gaststätte gehört auch ein Außenbereich, in dem im Sommer Barbecues veranstaltet werden können. Und auch die sieben Gästezimmer im Obergeschoss werden renoviert, sodass der Übernachtungsbetrieb ebenfalls zum 1. Mai beginnen kann.

Im Keller lebt der alte Name auf

Der Veranstaltungsraum im Keller mit eigener Bar und eigenen Toiletten trägt künftig den Namen Eulennest, sodass der Traditionsname nicht ganz ausstirbt. Bis zu 40 Personen können dort sitzen. 

Wer den Raum bucht, bezieht die Getränke über das Kostbar, kann aber selbst fürs Essen sorgen. Menschen mit etwas schmalerem Budget sollen so angesprochen werden. Der Veranstaltungsraum steht auch für Kindergeburtstage – mit Muffinbacken, Cocktails und Kinderschminken – zur Verfügung.

Nach Stationen in aller Welt bittet der Neuenrader nun in das Traditionslokal.

Im Gastraum soll es für die Kleinen zudem eine Spielecke geben. Ein sonntäglicher Brunch mit Kinderbetreuung soll das Angebot erweitern. Auch ein Mittagstisch wird angeboten, mit traditionellen deutschen Gerichten. Erschwinglich sollen die Speisen sein, verspricht Pielhau: „Ich habe einen Gast lieber zweimal im Monat als zweimal im Jahr hier.“

Das Interieur soll sich am Stil bayerischer Skihütten orientieren, beschreibt Pielhau: „Das gibt dem Ganzen ein sehr warmes Gefühl.“ Neben Holzelementen, bayerischen Stühlen und Gardinen dominieren im Hotel und Restaurant, das als kleines Familienunternehmen geführt wird, vor allem die Farben Grau und Rot.

Die Eule ist für ihn kein Neuland

Die ehemalige Eule ist für Pielhau kein Neuland: Schon während seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann in den 80er-Jahren arbeitete er in dem damals gerade eröffneten Lokal an der Eulengasse als Aushilfe, feierte dort 1984 seinen Abschied. Es folgte die Ausbildung zum Hotelfachmann in Oberstdorf.

Nach einigen Jahren in München ging es nach Fuerteventura, wo Matthias Pielhau Haifische gefangen und Touristenfahrten in einem alten Holzboot angeboten hat. Sechs Jahre war er dann als Chefreiseleiter auf den Kanaren, Balearen und in der Dominikanischen Republik.

Auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa bereiste er die Weltmeere. Dem maritimen Gefilde blieb er treu und wechselte nach Hamburg, wo er die Öffentlichkeitsarbeit für ein großes Veranstaltungshaus übernahm. 

Nun möchte er es etwas ruhiger

20 Jahre blieb er in Hamburg, zuletzt als Selbstständiger, bevor er es wieder etwas ruhiger wollte. Nach einer Zwischenstation in Münster verschlug es Pielhau in seine Heimatstadt Neuenrade.

„Ich hatte natürlich immer wieder Kontakt nach Neuenrade und zur Eule und habe auch die örtliche Gastronomieszene kennengelernt“, sagt er. So übernahm er schließlich die ehemalige Eule – und bringt gern seine Erfahrungen aus aller Welt mit ein.

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