Veranstaltungsort

Keine Alternative zum Kaisergarten-Saal

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Durch die große Bühne und den Boden eignet sich der Kaisergarten-Saal für Tagungen wie für Kulturveranstaltungen.

Neuenrade - Nicht nur die Stadt Neuenrade nutzt gern den Kaisergarten-Saal. Doch auch auswärtige Veranstalter laden regelmäßig dorthin ein. Aus ihrer Sicht spricht vieles für den Kaisergarten.

Engelbert Groke, der den Kaisergarten bewirtet, kann sich diesen Erfolg nicht so recht erklären. In der Vergangenheit hatte er sogar selbst zu kulturellen Veranstaltungen in den Saal eingeladen. Diesbezüglich sei aber zurzeit nichts geplant, denn dafür fehle momentan einfach das Personal.

„Außerdem haben wir da immer drauf gezahlt“, erklärt Groke. Werbung, Gagen und vieles mehr müsse komplett über den Eintrittspreis refinanziert werden. „Die Leute haben das Geld auch nicht mehr so locker sitzen.“

Deswegen sollten eigene Veranstaltungen auch nicht mit dem städtischen Kulturprogramm konkurrieren, das zu einem großen Teil im Kaisergarten stattfindet.

An Letzterem soll sich auch in Zukunft nichts ändern, verspricht Monika Arens, im Rathaus zuständig für Kultur: „Der Kaisergarten ist für uns ohne Alternative. Das Kulturprogramm steht und fällt mit dem Kaisergarten.“ Das sei auch seinerzeit ein Argument gewesen, den Saal aus den 60er-Jahren durch einen Neubau zu ersetzen.

Für die Stadt ist der Saal besonders wichtig

Die großen Tourneetheater etwa, die auch in der neuen Kultursaison Neuenrade besuchen sollen (der Kulturausschuss stimmt darüber in der kommenden Woche ab), setzen eine Mindestbühnengröße voraus, auch die Zuschauerzahl muss bekannt sein. Beides bietet der Kaisergarten, mehr als 500 Besucher passen in den Saal.

Zu einer ganz anderen Veranstaltung – nämlich einem Parteitag – war der CDU-Bezirksverband Südwestfalen zu Gast. Warum, erklärt ihr Geschäftsführer Guido Niermann: „Der Kaisergarten bietet hervorragende Tagungsmöglichkeiten.“

Das Hotel Kaisergarten liegt im Zentrum von Neuenrade.

Vom Ambiente über den Boden bis zum Service habe alles gepasst. Neben der Größe des Saales sei auch die Lage ein Argument gewesen: „Unser Gebiet reicht etwa von Siegen bis nach Geseke, Neuenrade liegt da recht zentral.“

Das ist auch ein Argument für die IG Metall Märkischer Kreis, wie deren Pressesprecher Fabian Ferber erklärt: „Für unsere Mitglieder aus dem Märkischen Kreis ist Neuenrade gut zu erreichen.“

Zuletzt gab es mehrere große Jubiläumsfeiern

Viermal im Jahr treffen sich die Metaller im Kaisergarten zur Kreisdelegiertenkonferenz, im Juni folgt eine Betriebsräteversammlung. „Da werden mit Sicherheit einige Leute kommen.“ Und vor zwei Jahren hatte die IG Metall auch noch ihr 125-jähriges Bestehen mit rund 300 Gästen gefeiert.

Groß gefeiert hat in diesem Jahr auch die Volksbank im Märkischen Kreis: Für sie ist Neuenrade wichtig, denn die Stadt ist sozusagen ihre Keimzelle. Für den Kaisergarten sprächen die Ausstattung des Saales, die ausreichende Zahl von Parkplätzen und die Bewirtung, erklärt Lavinia Heße, Direktorin Vertriebsmanagement bei der Volksbank.

Nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Terminkalender

Für das Einzugsgebiet im Märkischen Kreis biete sich Neuenrade als Veranstaltungsort an, auch wenn externe Referenten mitunter einen weiten Weg vom Flughafen oder der Autobahn auf sich nehmen müssen.

CDU, IG Metall und Volksbank sind nicht die Einzigen, die den Kaisergarten für sich entdeckt haben: Der Jubiläums-Festakt der Waldorfschule, das Sparkassenforum und der Bürgerempfang zum Tag der Deutschen Einheit sind nur ein kleiner Ausschnitt der zahlreichen Veranstaltungen im Kaisergarten im vergangenen Jahr. Daran scheint sich auch in nächster Zeit nichts zu ändern.

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