Nicht nur die Bienen waren fleißig

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Bei der Honigbewertung des Kreisimkervereins wurden sehr viele Imker ausgezeichnet.

Neuenrade - Honigobmann Dieter Bette konnte zufrieden sein: Nicht nur die Bienen waren fleißig, sondern auch die Imker aus den Ortsverbänden des Kreisimkervereins im Märkischen Kreis, die sich an der zentralen Honigbewertung beteiligt und ein Los eingereicht hatten. Und so gab es am Samstagnachmittag in der Aula der Hönnequell-Schule Urkunden in den Kategorien Gold, Silber und Bronze zu verteilen.

Noch mehr freute sich Dieter Bette darüber, dass der Kreisverband auch beim Honigtag in Bad Salzuflen ein prima Ergebnis und damit auch Top-Platzierungen abliefern konnte. So erreichte der Plettenberger Gregor Rohlmann in der Kategorie „Sommertracht“ den zweiten Rang, gefolgt von der Bienen-AG des Geschwister Scholl Gymnasiums aus Lüdenscheid, die für den Ortsverband Werdohl-Neuenrade antraten. Auf dem siebten Platz folgte Georg Jedrasik, ebenfalls aus dem Ortsverband Werdohl-Neuenrade. Zudem belegte Rohlmann bei der „Frühtracht“ einen respektablen sechsten Platz. Bevor die Honigbewertung innerhalb des Kreisimkervereins auf dem Programm stand, erinnerte Dieter Bette daran, dass das Frühjahr insgesamt „kein tolles“ gewesen sei. „Obwohl wir noch sehr gut in den März gestartet sind, war der April bereits schlecht. Doch im Mai und Juni hat es dann endlich gehonigt“. Zudem rief der Honigobmann dazu auf, dass sich in Zukunft doch mehr Imker an der Honigbewertung beteiligten sollten. Bislang seien dies lediglich acht Prozent. Nachdem alle Urkunden einen neuen Besitzer gefunden hatten, referierte Christian Dreher vom Bieneninstitut Kirchhain in Hessen über de naturnahe Varroabehandlung. Je mehr biotechnische Maßnahmen eingesetzt würden, umso geringer sei der Völkerverlust und die Abhängigkeit von Medikamenten. „Die größte Bedeutung kommt dabei einer Brutpause im Sommer, analog dem natürlichen Schwarmverhalten zu“, so der Experte. Dies könnte, richtig terminiert, sogar entgegen der landläufigen Meinung zu einer Steigerung der Honigernte führen. Zudem liege der Schlüssel zu einer erfolgreichen Varroabehandlung darin, die Bienenvölker regelmäßig zu beobachten und die befallene Drohnenbrut von der Milbe zu befreien.

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