Holger-Hitzblech-Stiftung verfolgt einen neuen Zweck

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Die Führungsriege der Holger-Hitzblech-Stiftung stellte das neue Stiftungsziel vor (von links): Karl-Michael Dommes, Andreas Schulte, Elisabeth und Eberhard Hitzblech sowie Antonius Wiesemann. Foto: KOLL

Blintrop - Einen neuen Stiftungszweck erhält die Holger-Hitzblech-Stiftung ab sofort. Im 27. Jahr ihres Bestehens setzt sich die Neuenrader Stiftung nun nicht mehr für krebskranke Kinder sowie deren Familien ein, sondern engagiert sich fortan für die ärztliche Versorgung vor Ort. So soll sie Stipendien zur Verfügung stellen für junge Ärzte, die sich in Neuenrade ansiedeln.

Das gaben die Stiftungsgründer Elisabeth und Eberhard Hitzblech bei einem Pressetermin im heimischen Wohnzimmer bekannt. Mit anwesend waren dabei Bürgermeister Antonius Wiesemann, Pfarrer Andreas Schulte sowie Karl-Michael Dommes, Vorstand der Volksbank in Südwestfalen. Die drei sowie Eberhard Hitzblech bilden das Kuratorium der Holger-Hitzblech-Stiftung.

Das Stiftungskapital in Höhe von 300 000 Euro darf gemäß Statuten nicht angetastet werden. Die darüber hinaus durch die Stiftung eingenommen Gelder – seit Gründung immerhin 963 202,47 Euro – wurden beinahe komplett dem bisherigen Stiftungszweck zugeführt. „Es verbleibt eine Summe in Höhe von 5000 Euro“, erklärte Eberhard Hitzblech. „Ob diese noch dem alten Stiftungszweck oder dem neuen zugeführt wird, kläre ich noch mit dem Spender ab.“

Fest steht: Verwaltungskosten fielen bei der Holger-Hitzblech-Stiftung in mehr als einem Vierteljahrhundert nie an. Die Verwaltungstätigkeit übernahm stets Elisabeth Hitzblech. Und der Steuerberater arbeitete immer unentgeltlich, unterstrich Eberhard Hitzblech zudem. 

Bundesweit hat sich die Stiftung bisher für krebskranke Kinder engagiert. Doch mittlerweile gebe es 98 Elternhäuser und Förderkreise in Deutschland, „welche allesamt finanziell sehr gut aufgestellt sind“, berichtete Eberhard Hitzblech. „Die brauchen unsere Hilfe nicht.“

Trotz des neuen Aufgabengebietes bleibt die Holger-Hitzblech-Stiftung weiterhin gemeinnützig. Das bestätigte das zuständige Finanzamt am 10. Januar des noch jungen Jahres. Bürgermeister Wiesemann, der den neuen Stiftungsziel angeregt hatte, freute sich am Freitag: „Die Umwidmung der Stiftung ist ein wichtiger Schritt, um Neuenrader Gewerbe- und Industriebetriebe mit in die Verantwortung zu nehmen, wenn es um die ärztliche Versorgung vor Ort geht.“ Schließlich sei es nur mit einer guten Infrastruktur möglich, Fachkräfte zu gewinnen.

Die Holger-Hitzblech-Stiftung könne für junge Ärzte, die sich vor Ort ansiedeln, auch Fort- und Weiterbildungen bezuschussen, sowie Fahrtkostenzuschüsse gewähren und Mobilitätsbeihilfen zahlen. Schließlich könne die Stiftung auch tatkräftig unterstützen bei der Suche nach Wohnraum für einen potenziellen neuen Neuenrader Hausarzt.

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