Maßnahmen gegen Coronavirus

Hoher Schutz für Kirchgänger: So bereitet sich Gemeinde in Neuenrade auf die Adventszeit vor

Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg und Kirchmeister Ralf Bohnert freuen sich, dass sich die Acrylglasscheiben harmonisch ins Gesamtbild einfügen und kaum zu sehen sind. Sie sollen die Kirchgänger vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen
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Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg und Kirchmeister Ralf Bohnert freuen sich, dass sich die Acrylglasscheiben harmonisch ins Gesamtbild einfügen und kaum zu sehen sind. Sie sollen die Kirchgänger vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen.

„Wir haben uns Gedanken um jeden einzelnen Sitzplatz gemacht“, sagt Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg. Gemeinsam mit Kirchmeister Ralf Bohnert erläutert er, welche Maßnahmen in der Evangelischen Kirche Neuenrade getroffen wurden, um die Gottesdienstbesucher vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Auf den ersten Blick ist die neueste Schutzmaßnahme nicht unbedingt zu sehen – und das ist auch gut so. „Die Acrylglasscheiben sind fast unsichtbar. Sie stören die Atmosphäre in der Kirche überhaupt nicht“, ist Pfarrer Kuhllo-Schöneberg sehr zufrieden. Das Kirchenschiff ist an verschiedenen Stellen mit dem Spuckschutz ausgestattet, unter anderem in Richtung Altar. Wer seinen Blick nach oben richtet, erkennt die Acrylglasscheiben zudem rund um die Empore. „Jetzt ist es uns möglich, dort oben Sitzplätze anzubieten“, stellt Bohnert fest, dass der Infektionsschutz durch die Montage der Scheiben erheblich verbessert wurde.

Um den Menschen, die trotz der Corona-Pandemie gemeinsam Gottesdienste feiern möchten, möglichst viel Sicherheit zu bieten, hat die Gemeinde einiges investiert: „5600 Euro hat die Ausstattung mit den Acrylglasscheiben gekostet“, berichtet der Pfarrer. Zusätzlich habe man sich im Vorfeld Gedanken machen müssen, wie das Acrylglas befestigt werden kann – denn die Kirche steht unter Denkmalschutz. Umso erfreulicher sei es, dass man im Bereich der Empore komplett auf Bohrungen verzichten konnte: Der Spuckschutz ist dort mit einer Art Kabelbinder befestigt, die sich farblich harmonisch ins Gesamtbild einfügen.

Gesamter Schutz kann ohne großen Aufwand montiert werden

Das gilt auch für die Halterungen, die im oberen Bereich der Scheiben für Stabilität sorgen. Sie sind anthrazit – ebenso wie die Kabelbinder. „Wir hatten Glück. Das ist die Standartfarbe, die ohne Aufpreis erhältlich ist. Und es sieht wirklich gut aus“, unterstreicht der Kirchmeister. Wichtig sei auch, dass der gesamte Schutz ohne großen Aufwand montiert und später wieder demontiert werden könne. „Wenn die Corona-Pandemie vorbei ist, können wir überlegen, ob wir die Scheiben künftig in der Zeit der Grippewellen regelmäßig nutzen“, haben sich der Pfarrer und der Kirchmeister Gedanken für die kommenden Jahre gemacht.

Während dann aber wieder bis zu 350 Menschen in der Kirche Platz finden, sind es coronabedingt momentan nur 85. „Besuchen größere Familien den Gottesdienst, haben wir ein paar Plätze mehr“, erklärt Ralf Bohnert. Jeder Sitzplatz, der genutzt werden darf, ist gekennzeichnet. Und durch ein ausgeklügeltes System könne nachvollzogen werden, wer, wo gesessen hat. „Überall werden die erforderlichen Abstände eingehalten“, beschreibt Bohnert. Um die Sicherheit für die Gläubigen weiter zu erhöhen, ist ein Einbahnwegesystem für das Betreten und Verlassen der Kirche erstellt worden. Und: Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gilt auch auf dem Sitzplatz. Das sei insbesondere für Senioren nicht immer angenehm, lasse sich leider momentan aber nicht ändern: „Die Sicherheit geht vor“, unterstreicht Pfarrer Kuhlo-Schöneberg.

Krippenspiel wird im Vorfeld aufgezeichnet

Das gelte auch für die Weihnachtsfeiertage, wenn viele Menschen die Kirche besuchen wollen. „Das Krippenspiel wird in Kleingruppen vorher aufgezeichnet und an Heiligabend in der festlich geschmückten Kirche gezeigt“, beschreibt der Seelsorger. Wer dann um 15 Uhr oder – nachdem ausgiebig gelüftet wurde – um 16.30 Uhr ins Gotteshaus kommen möchte, muss sich vorher anmelden. Das gilt auch für die Christvesper um 18 Uhr und für die meditative Christnacht, die um 23 Uhr beginnen soll.

Anmeldung: Wer die evangelische Kirche Heiligabend besuchen möchte, muss sich auf jeden Fall vorher im Kirchbüro anmelden. Ab Dienstag, 1. Dezember, ist das vormittags unter Tel. 02392/61124 oder per E-Mail unter lp-kg-neuenrade@kk-ekvw.de möglich.

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