Neue Struktur für Volksfest

Das neue Gertrüdchen ist in Arbeit

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Großes und traditionsreiches Volksfest Gertrüdchen: Vor allem in der kleinen Passage geht es bei Musik, Bier und Buba Bitter hoch her.

Neuenrade - Nur noch zwei Monate, dann ist Gertrüdchen. Etliche warten mit einer gewissen Spannung auf das Volksfest, denn es wird nicht unerhebliche strukturelle Veränderungen erfahren. Dabei geht es um Standorte liebgewonnener Attraktionen und um verstärkte Einbindung der Vereine. Etliches wurde inzwischen stramm gezogen, einiges ist noch in der Schwebe, anderes läuft noch nicht so rund. Dabei geht es auch um Empfindlichkeiten.

Die Stadt will sich einem größeren Publikum präsentieren. Die überregionalen Werbe-Aktivitäten werden daher erheblich ausgeweitet, der Etat erhöht. Der Zeitablauf wird gestrafft – die lange Wartepause am Samstag nach dem Peitschenknall fällt weg, weil die Öffnungszeit verschoben wird.

Sabine Rogoli hält bei der Volksfest-Planung die Zügel in ihrer Hand und hat auch wieder für die Kirmes eine besondere Überraschung parat. Dabei geht es um ein spektakuläres Fahrgeschäft. „Wenn das klappt, dann ist das für einen kleinen Markt wie das Gertrüdchen schon eine Nummer.“

Auch die neue Festmeile an der Gertrudenpassage wird neu organisiert: Den Ausschank übernehmen dabei die Vereine, die dabei anteilig – je nach Arbeitseinsatz – auch mitverdienen. Die Schützengesellschaft teilt nach Laufzetteln die Thekenmannschaften ein. Jede Menge Dinge gibt es dabei zu beachten: Nicht jeder kann Bier zapfen oder ist mit dem organisatorischen Ablauf in einem Getränkeausschank zu Stoßzeiten vertraut. Auch die Platzierung der Stände ist neu. Auf dem Volksbankparkplatz wird es zudem eine Bühne gehen, das Abendprogramm ab 18 Uhr steht schon fest. Die Lokalmatadore Entspannungsminister und die Band ATME werden aufspielen. Ein Zelt sorgt dafür, dass die Volksfest-Gäste auch Sitzplätze haben.

allerdings: Es sieht noch sehr mau aus, was das Bühnenprogramm von 12 bis 18 Uhr am Samstag und am Sonntag anbelangt, das die Vereine und andere Interessenten nach ihrem Gusto gestalten können. Sie hätten die Chance, sich zu präsentieren. Ansprechpartnerin ist Stadtmarketinggeschäftsführerinn Sandra Horny, die lediglich „zwei Anfragen und eine feste Buchung einer Kita“ hat. Darüber hinaus hofft sie, dass noch Anmeldungen kommen. Abteilungen des TuS Neuenrade könnten sich doch wunderbar präsentieren, sagt sie. Jeder kann sich im Zeitrahmen noch eine Wunschzeit aussuchen. Wer eine Idee hat – sei es Chor, Amateurband, Turnabteilung oder Kita – kann sich unter der Rufnummer 0 23 92 /8 08 78 01 oder per E-Mail an s.horny@stadtmarketing-neuenrade.de melden und weitere Infos einholen. Auch die Schulen hat Horny kontaktiert, will da noch einmal nachhaken. Fast alles ist möglich. Noch ist Zeit, etwas einzustudieren. „Zelt, Bühnentechnik – alles ist vorhanden. Es wäre schade, wenn das niemand nutzen würde.“

Was das Platzgeschehen anbelangt, nimmt Organisatorin Rogoli Rücksicht auf Schausteller, die schon seit vielen Jahren immer an derselben Stelle beim Gertrüdchen dabei sind: „Champignon-Stand und Imbiss behalten ihre Stellplätze.“ Die Toilettenanlage allerdings werde nicht mehr in der Nähe des Schulgebäudes stehen, sondern an ein Ende des Stadtparkes verlegt. Die Pferdekoppeln und der kleine Reitbetrieb würden nun ebenfalls im Stadtpark auf der Kaisergartenseite zu finden sein. Die Budenstadt rückt in die andere Richtung zusammen und wird kleiner. Nun gibt es noch ernsthafte, aber noch nicht spruchreife Überlegungen, den Gertrüdchen-Betrieb auch noch in Richtung Platz der Generationen zu verlängern. Aber das Business mit den Marktständen ist nicht einfacher geworden: „Es wir immer schwieriger Markthändler zu bekommen.“ Altbewährte würden keine Nachfolger mehr finden, so falle manches einfach weg. „Es wird schwierig, ein vielfältiges Angebot an Ständen zu bekommen“, sagt Rogoli, die jedoch zuversichtlich ist, dass das für das Gertrüdchen wieder gelingen werde, auch weil der Markt einen guten Ruf und moderate Standpreise habe.

Alles beim Alten bleibt im Kaisergarten – dort ist am Samstag und Sonntag wieder Kreativmarkt, bei dem nicht alltägliche Handwerkskunst verkauft wird. Auch der Einzelhandel öffnet seine Türen im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Der Rahmen steht, Feinarbeit ist angesagt, je näher das Fest rückt: Das reicht von der Standplatzvergabe über Stromanschlüsse bis hin zu logistischen Details. Für Gertrüdchen-Organisatorin Rogoli ist klar: „Es wird richtig gut, wenn alles klappt.“

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