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Hönnequell-Schule schließt Kooperationsvertrag mit Neuenrader Unternehmen

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Von: Carla Witt

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Die Kooperation ist besiegelt: Unternehmer Alexander Klinke (von links), Schulleiterin Eva Päckert und der didaktische HQS-Leiter Jörg Leiß bei der Vertragsunterzeichnung.
Die Kooperation ist besiegelt: Unternehmer Alexander Klinke (von links), Schulleiterin Eva Päckert und der didaktische HQS-Leiter Jörg Leiß bei der Vertragsunterzeichnung. © Witt, Carla

Der Neuenrader Unternehmer Alexander Klinke, Eva Päckert, die Leiterin der Hönnequell-Schule (HQS), und Jörg Leiß, didaktischer Leiter der HQS, haben am Montag einen Kooperationsvertrag unterschrieben.

Von der Kooperation sollen beide Seiten – und ganz besonders die Jugendlichen – profitieren.

„Eigentlich war der Vertrag längst überfällig“, stellt Klinke fest. Einerseits wolle sein Unternehmen die Schule unterstützen. „Es ist nicht nur eine gute Schule, sie ist auch wichtig für Neuenrade.“ Auf der anderen Seite verspreche er sich durch die Zusammenarbeit, Jugendliche für die Julius Klinke GmbH & Co. begeistern zu können. Dass dies funktionieren könne, habe er in den vergangenen Jahren feststellen können: Die Präzisionsdreherei, in der auch Klavierbestandteile hergestellt werden, kooperiert schon seit vielen Jahren mit der Realschule Balve.

Über ein Praktikum zur Ausbildungsstelle

Schon zahlreiche Schüler, die die Firma beispielsweise während eines Praktikums kennengelernt hätten, seien dann auch an der Bahnhofstraße ausgebildet worden. „Und Facharbeiter sind das große Thema der Zukunft“, unterstreicht Klinke. Zum Glück gebe es in seinem Unternehmen bisher noch keinen Mangel. „Aber wir stellen auch jedes Jahr mehrere Auszubildende ein.“ Zwölf bis 15 Lehrlinge seien insgesamt im Unternehmen beschäftigt. „Und die brauchen wir auch.“

Eva Päckert möchte das Thema Ausbildung mithilfe der Kooperation noch einmal näher an die Schüler heranbringen. „Wir möchten die Türen noch einmal von einer anderen Seite öffnen.“ Die Schulleiterin erinnert an die Zeiten „in denen man immer besser und noch besser sein musste, um überhaupt eine Ausbildung antreten zu können“. Inzwischen habe sich der Arbeitsmarkt zwar grundlegend geändert. „Aber in vielen Köpfen ist das noch drin“, stellt Päckert fest.

Fachkräfte benötigt

„Wir brauchen viele Industriearbeitsplätze in unserer Gesellschaft und deshalb auch viele Fachkräfte“, erklärt Klinke. Zudem seien Büroarbeitsplätze inzwischen bedeutend unsicherer: „Einen guten Arbeitsplatz in einem Industrieunternehmen behält man ein Leben lang.“ Wobei das Thema Weiterbildung auch in diesem Bereich eine Rolle spiele, ebenso wie Aufstiegsmöglichkeiten; etwa ein Studium oder die Ausbildung zum Meister.

Zunächst wolle man den Kooperationsvertrag mit den ersten Bausteinen beleben, erklärt Eva Päckert. „Wir starten mit Praktika und Berufsfelderkundung. Auch Betriebsbesichtigungen könnten wir uns durchaus vorstellen.“ Alexander Klinke nickt zustimmend. So sei es den Jugendlichen auch möglich, sich ein realistisches Bild von einem Arbeitsplatz in seinem Unternehmen zu machen. „Es ist kein Vergleich mehr zu dem, was der Großvater vielleicht erzählt hat. Ein solcher Industriearbeitsplatz ist anspruchsvoll, zu den Aufgaben gehören heute Programmieren und Gestalten. Deshalb ist auch eine gute Schulbildung wichtig. Aber wir brauchen keine Abiturienten.“

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