Hönnequell-Schule zeigt sich von ihrer besten Seite

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Drittklässler der Burgschule gehörten zu den Gästen. Hier umlagern die Schüler die Lego-Roboter.

Neuenrade - Die Hönnequell-Schule präsentierte sich am Donnerstag zum Abschluss ihrer Projektwoche mit motivierten Schülern, engagierten Lehrern und vielen interessanten Projekten der Öffentlichkeit.

Gesellschaftspolitisches, Handfestes, Kreatives oder Sportliches zeigten die Schülerinnen und Schüler. Besucher gab es auch. Drittklässler der Burgschule schauten sich, geführt von ihren Lehrern, all die Projekte an. 

Auf dem Schulhof, in den Klassenräumen, in der Aula und in der Turnhalle waren die Ergebnisse der Projektwoche (organisiert von Katharina Leushacke, sowie von Christian Berwanger, Yvonne Junge und Lisa Gerhard), zu sehen. Auch einige Eltern waren an der Schule unterwegs und schauten sich an, was ihre Kinder dort zustande gebracht hatten.

Bildergalerie: Schüler präsentieren die Ergebnisse der Projektwoche in der Hönnequell-Schule

Mit der Schule waren die befragten Eltern zum Teil mehr als zufrieden: Sie berichteten von engagierten Lehrern, die auch in ihrer Freizeit bei Fragen zur Verfügung stehen würden. „Es ist in Ordnung hier“, kommentierten mehrere Mütter unisono. Eine junge Mutter hat mehrere Kinder an der Schule und ist voll des Lobes. Es gebe „eine super Betreuung“. Man sei immer gesprächsbereit. 

Gesellschaftspolitische Aktualität

Die Projekte der Schüler hatten dabei durchaus auch gesellschaftspolitische Aktualität: Einwanderung thematisierte die Gruppe „Neuenrade – eine Stadt, viele Nationen“. Es gab dazu auch einen Einblick in die kulturelle Vielfalt an der Schule, denn die Schüler hatten auch einen guten Teil ihrer Mitschüler und Lehrer befragt. Die Mehrheit der Befragten sind natürlich Deutsche (106). Eine große Gruppe bilden dabei die Türken oder Türkischstämmigen (43). Doch größer ist die Gruppe jener, die selbst oder deren Eltern aus allen Teilen Europas (52) stammen. Das fängt bei Österreich (1) und den Niederlanden (1) an, geht über Finnland (3), Polen (7), Russland (11), Spanien (4), Kroatien (3), Rumänien (1), Litauen (1), Montenegro (1) bis hin zu Tschechien (1). Auch aus Übersee wurde ein Schüler registriert: Ein US-Amerikaner. Es gibt zudem ein paar Syrer und einige Schüler aus dem asiatischen Raum. 

Schulband, Chorprojekt und eine Modenschau

Die Schulband zeigte in der Aula ihr Können, ein kleines Chorprojekt gab es, sogar eine Modenschau war zu sehen. Schülerinnen und Schüler hatte ihren eigenen Style kreiert, hatten so etwas Neues geschaffen. In der Sporthalle hatte es ein Projekt Selbstbehauptung für Mädchen gegeben, das gut ankam. („Ich weiß jetzt, wie man sich wehrt“), ein Parkours-Projekt gab es, Comics wurden selbst gemacht, Kunst war zu sehen und im Keller hatten sich die Mathelehrerinnen (Yvonne Junge, Astrid Verse) und die Schüler etwas Spannendes ausgedacht. In gruseligem Ambiente mussten Besucher des Escape-Rooms Mathe-Aufgaben lösen, um aus dem Raum zu entkommen. 

Dank der Projektgruppe Leben in der Natur hat die Schule nun zwei gemauerte Grillplätze.

Toll war auch, was die naturwissenschaftliche Abteilung auf die Beine gestellt hatte: Schüler hatten Lego-Roboter programmiert und gebaut. Die Pädagogen Rudi Kraus und Mario Körner hatten Leben in der Natur als Leitidee. 23 Jungen und sechs Mädchen hatten teilgenommen. Auf dem Schulgelände gibt es seitdem zwei Grillplätze/Feuerstellen, die die Schüler gemauert haben. Eintopf wurde über dem einen Feuer gekocht und serviert, Würstchen gab es auf dem anderen Platz. Körner, unter anderem Chemielehrer, sagte zudem: „Wir werden die Projektergebnisse sicher im Unterricht verwerten.“ Das sei ja schließlich Chemie, sagte er mit Blick auf den über dem Feuer köchelnden Eintopf.“ 

Schule als Thema in der Ratssitzung 

Auch in der Ratssitzung am Mittwoch war die Hönnequell-Schule Thema. Immer noch zeigte man sich „enttäuscht, ja verbittert“ (Dierk Rademacher, Hauptamtsleiter) darüber, dass es für das kommende Schuljahr nur 41 Anmeldungen gab. Claudia Kaluza (FDP) hatte zuvor gefragt, was man tue, um die Schule zu unterstützen und ob man Ursachenforschung betrieben habe. Rademacher sagte, dass man keine besonderen Ablehnungsgründe bei den befragten Eltern erfahren habe, das sei alles sehr individuell. Der Bürgermeister sagte, dass viele Gespräche geführt worden seien und nun alles weitere eben „Sache der Schule“ sei.

Von Peter von der Beck

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