Coronavirus in Neuenrade

Hönnequell-Schule: Maske bis zu den Herbstferien

+
Unterricht in Corona-Zeiten an der Hönnequell-Schule: Trotz Aufhebung der Maskenpflicht sollen Schüler und Lehrer weiter Maske tragen, um wegen der Corona-Fallzahlen in Neuenrade eine Schulschließung zu verhindern.

Neuenrade – Das Schulministerium hat die Maskenpflicht für Schüler im Unterricht schon vor Wochen aufgehoben. Jedoch: Die Schulleiterin der Hönnequell-Schule, Eva Päckert, empfiehlt ihren Schülern eindringlich, im Unterricht die Masken auch weiterhin zu tragen.

Grund dafür sind die zuletzt hohen Corona-Fallzahlen in der Hönnestadt. 

Das soll bei der Elternschaft nicht in jedem Fall gut ankommen. Von „Unmut“ wird berichtet. Kinder würden über Kopfschmerzen klagen und berichteten von Lehrern, die keine Maske tragen würden. Päckert zeigte sich auf Nachfrage irritiert. Bei ihr sei von dem Unmut nichts angekommen. Das Ganze sei zudem in Abstimmung mit der Schüler- und der Elternvertretung sowie der Lehrerschaft geschehen. 

Coronavirus in Neuenrade: Elternbriefe verschickt

Umfassende Elternbriefe hatte sie per Schul-Messenger verschickt. Zunächst empfahl sie die Masken eine weitere Woche zu tragen, dann verlängerte sie bis zu den Herbstferien, die am 12. Oktober beginnen. Sie verwies auf die Corona-Fallzahlen – Neuenrade war mit bis zu 25 Infizierten zeitweise die Hochburg im Kreisgebiet – und auf Familien, deren Kinder die HQS besuchen und von Corona mittelbar betroffen seien. Quarantäne sei nicht erforderlich gewesen. 

Eva Päckert, Leiterin der Hönnequell-Schule.

Sollte nun doch ein Schüler erkranken und trage keine Maske, müssten Klassen, eventuell ganze Jahrgänge nebst Lehrerschaft in Quarantäne geschickt werden. Seien zu viele Lehrer betroffen, müsste wieder auf Präsenzunterricht verzichtet und auf digitalen Unterricht mit all seinen Nachteilen umgestellt werden. Das gelte es eben durch „die Mund-Nasen-Bedeckung zu verhindern“. 

Infektionsketten könnten klein gehalten werden

Denn: Die Infektionsketten könnten so im Fall der Fälle möglichst klein gehalten werden. Denn nur die neben den Infizierten sitzenden Kindern seien dann als Kontaktpersonen involviert. Dass Lehrer im Unterricht keine Maske trügen, kommentierte Päckert mit Verweis darauf, dass Lehrer unter Einhaltung des Mindestabstandes teilweise auf die Maske bei längeren Reden verzichteten. Generell würden aber ihrer Kenntnis nach fast alle Lehrer eine Maske tragen. 

Päckert sagte zudem, dass man natürlich flexibel mit den Schülern umgehe. Wer Schwierigkeiten habe, dürfe Maskenpausen machen und frische Luft schnappen. Zudem könne in „fast allen Räumen super gelüftet“ werden. 

Schüler haben differenzierte Ansicht

Die Betroffenen – die Schüler – haben zu der Sache mit dem Maskentragen im Unterricht durchaus eine differenzierte Ansicht. Bei den Zehntklässlern gibt es zumindest bei den befragten Schülern keine Probleme. Für Janina ist es eine Sache der Gewöhnung, sie findet nicht, dass sie dadurch nennenswert gestört wird. Und dass man die Maske tragen sollte – das findet sie okay. Auch Burak, Ali und Elyesa sehen das ähnlich. Man habe sich daran gewöhnt, die Maske störe fast gar nicht mehr. Und Sinn und Zweck der Maßnahme sehen sie unisono ein. 

Auch die jüngeren Schüler empfinden das Tragen der Maske als erträglich. „Am Anfang war es nicht so schön, jetzt habe ich mich daran gewöhnt“, sagte ein Junge. Nur mittags mit den steigenden Temperaturen werde das doof. „Dann schwitzt man.“ Die Maske für sechs Schulstunden zu tragen, halten einige für vertretbar, von der sechsten bis zur achten Stunde sei es nicht mehr so toll. Louis sagte zudem: „Ich weiß, dass wir die Maske nicht tragen müssen. Aber man wird so hart gebeten, doch die Maske aufzulassen, dass das fast schon wie eine Pflicht ist.“ Dass es Tragepausen gebe, bestätigten die jüngeren Kinder, monierten aber, dass diese nur „ganz selten“ seien.

Mehr zum Coronavirus und den Auswirkungen auf die Region lesen Sie hier im MK-Liveticker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare