Schwieriges Corona-Schuljahr endet

Hönnequell-Schule: Normalität ist der größte Wunsch

„Helden der Kindheit“ lautete das Motto der Zehntklässler am Montag. Barbie, Pipi Langstrumpf und Elmo aus der Sesamstraße waren unter anderem dabei. Ihre Abschlusszeugnisse erhalten die Jugendlichen am Freitag in der Aula – coronabedingt in drei Etappen.
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„Helden der Kindheit“ lautete das Motto der Zehntklässler am Montag. Barbie, Pipi Langstrumpf und Elmo aus der Sesamstraße waren unter anderem dabei. Ihre Abschlusszeugnisse erhalten die Jugendlichen am Freitag in der Aula – coronabedingt in drei Etappen.

Eigentlich könnten die Schüler und Jugendlichen auf dem Schulhof den Mund-Nasen-Schutz abnehmen. Doch etwa die Hälfte der Hönnequell-Schüler setzt die Maske an diesem relativ kühlen Montagmorgen nicht ab.

„Sie haben sich schon so daran gewöhnt, dass ihnen das Umschalten schwer fällt“, stellt Schulleiterin Eva Päckert fest. Dennoch ist sie froh, dass die Maskenpflicht außerhalb des Schulgebäudes aufgehoben ist. „Es ist eine wichtige und zu diesem Zeitpunkt auch richtige Erleichterung.“ Besonders an heißen Tagen habe der Mundschutz die Schüler in den Pausen schon deutlich beeinträchtigt.

Inzwischen hat die vierte „normale“ Schulwoche nach dem Wechselunterricht begonnen. „Es läuft sehr ruhig und diszipliniert“, bilanziert Eva Päckert. Allerdings hätten Schüler und Lehrer auch einen ganzen Berg an Klassenarbeiten und Tests bewältigen müssen. „Das hätte ich mir anders gewünscht. Dieser Stress, der sicher auch wieder in den Elternhäusern angekommen ist, hätte vermieden werden können.“ Aus der Zeit des Wechsel- und des Online-Unterrichts hätten genügend Schülerarbeiten zur Benotung vorgelegen. „Es wäre besser gewesen, die Schüler hätten hier wieder in Ruhe ankommen und man hätte den Stoff aufarbeiten können“, unterstreicht die Schulleiterin.

Möglichst stressfrei in die Ferien

Insgesamt bemühe sich das Kollegium, die letzten Wochen vor dem Ferienbeginn Anfang Juli möglichst stressfrei zu gestalten. „Das ist auch der Grund, warum wir die Pausenbereiche noch nicht geöffnet haben, obwohl wir das jetzt dürfen“, erklärt Eva Päckert. Nach wie vor holen die Lehrkräfte ihre Klassen auf dem Schulhof ab. „Wenn sich jetzt jeder wieder überall aufhalten kann, wird das schwierig für die Schüler und für die Lehrer.“ Deshalb habe man sich dazu entschlossen, das bisherige, der Pandemie geschuldete System, noch bis zum Beginn der Ferien beizubehalten.

Wie der Schulalltag dann im August nach sechseinhalb Ferienwochen aussehen wird, das kann coronabedingt jetzt noch niemand voraussehen. Die derzeitigen Lockerungen und Öffnungsschritte sieht die Schulleiterin auch deshalb durchaus skeptisch. „Es bleibt die Sorge, dass es jetzt zu schnell geht und es letzten Endes dann wieder die Schulen sind, die darunter leiden müssen.“

Berufliche Alltag hat sich extrem verändert

Wie sehr sich der berufliche Alltag der Lehrer verändert habe, sei sicher nicht allen Menschen bewusst: „Wir mussten unseren Beruf von einem auf den anderen Tag ganz anders machen. Ohne, dass uns jemand den richtigen Weg gezeigt hätte. Und gefühlt mussten wir alle zwei Wochen wieder alles umstellen.“

Die Abschlussfeiern des Zehner-Jahrgangs werden auch in diesem Jahr wieder in drei Etappen stattfinden. Abstand halten ist dabei selbstverständlich.

Und nicht nur die Lehrer waren betroffen: „Auch für die Kinder und Jugendlichen und für die Eltern war es ein sehr schwieriges Schuljahr.“ Deshalb wünscht sich Päckert für das neue Schuljahr vor allem möglichst viel Normalität. „Eine normale Sitzordnung, Gruppentische und Gruppen- und Partnerarbeiten. All das, was Schule eigentlich ausmacht.“ Dazu gehörten auch Klassenfahrten, Projektwochen und viele andere Aktionen.

Mottotage und Entlassfeiern

Die niedrige Inzidenz ermögliche den Zehntklässlern jetzt „zumindest mehr als im vergangenen Jahr“. Am Montag und Mittwoch sind Mottotage, viele Jugendliche aus den drei Klassen kommen verkleidet in die Schule. Auch Entlassfeiern im feierlichen Rahmen sind für Freitag, 25. Juni, geplant: um 9, 11, und 13 Uhr sollen die Veranstaltungen in der geschmückten Aula stattfinden. Jeder Schüler dürfe zwei Begleitpersonen mitbringen. „Deshalb müssen wir in drei Etappen feiern, die Raum- und Lüftungsverhältnisse lassen es nicht anders zu“, erklärt Eva Päckert.

Ein kleiner Umtrunk nach jeder Feier solle jeweils auf dem Schulhof stattfinden. Und: „Jede der drei Klassen plant nach Absprache mit dem Ordnungsamt eine eigene zwanglose Feier im privaten Rahmen.“

Schulleiterin ist zufrieden und stolz

Insgesamt sei sie mit dem Verlauf dieses schwierigen Corona-Schuljahres trotz allem zufrieden, unterstreicht Eva Päckert – und stolz darauf, „wie Kollegen, Schüler und Eltern sich gegenseitig unterstützt und die vielen Herausforderungen gemeistert haben“.

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