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120.000 Euro investiert: Digitale Tafeln für die Hönnequell-Schule

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Von: Carla Witt

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Schulleiterin Eva Päckert und Bereichsleiterin Ira Valsamidou sind begeistert von den digitalen Tafeln. Jeder der 17 Klassenräume ist seit Dezember mit einem der eindrucksvollen Bildschirme ausgestattet.
Schulleiterin Eva Päckert und Bereichsleiterin Ira Valsamidou sind begeistert von den digitalen Tafeln. Jeder der 17 Klassenräume ist seit Dezember mit einem der eindrucksvollen Bildschirme ausgestattet. © Witt, Carla

17 digitale Tafeln stehen der Hönnequell-Schule (HQS) in Neuenrade fortan zur Verfügung. Schulleitung, Lehrer und auch Schüler zeigen sich begeistert von der modernen Technik.

Neuenrade - Ira Valsamidou hat sichtlich Spaß, als sie eine der digitalen Tafeln in der Hönnequell-Schule (HQS) mit dem Namen der Stadt beschriftet. Ebenso wie Schulleiterin Eva Päckert ist die Bereichsleiterin der Stadt Neuenrade begeistert von dem eindrucksvollen Bildschirm, der eine Diagonale von mehr als zwei Metern aufweist.

17 dieser besonderen Tafeln sind seit Dezember in der Schule im Einsatz. „Dass wir alle Klassenräume auf einen Schlag ausstatten konnten, ist für uns ein Riesengewinn und eröffnet uns auch in der Unterrichtsvorbereitung ganz neue Möglichkeiten.“

Pünktlich zum Nikolaustag am 6. Dezember habe der Einbau begonnen, erzählt Eva Päckert. „In nur drei Tagen war alles fertig“, lobt sie nicht nur Sebastian Schneider, den damaligen IT-Fachmann der Stadt Neuenade, sondern auch externe Handwerker. Diese mussten beispielsweise Wände in der Schule verstärken, um die schweren Tafeln überhaupt daran befestigen zu können. Flexibilität hätten auch die Lehrer bewiesen. „Sie sind mitunter kurzfristig morgens in andere Räume umgezogen, damit der Einbau zügig erfolgen konnte.“

Kaum waren alle Klassenräume ausgestattet, seien sie am Folgetag auch schon genutzt worden. Schließlich hätten Lehrer und Schüler auch lange genug auf die ersehnten Tafeln warten müssen, unterstreicht Ira Valsamidou: „Wir hatten spätestens in den Sommerferien den Einbau geplant. Aber dann gab es erneut Lieferschwierigkeiten“, erinnert sich die Fachbereichsleiterin daran, dass sie die Schulgemeinde immer wieder vertrösten musste.

Inzwischen sei aber klar: „Das Warten hat sich gelohnt“, unterstreicht Eva Päckert, die noch vor den Weihnachtsferien für das gesamte Kollegium eine Grundlagenschulung für den 21. Dezember organisiert hatte. Weitere Schulungen sollen folgen. „Denn es gibt ein Landesbudget für zusätzliche Schulungen“, weiß Päckert. Und die Einsatzmöglichkeiten der digitalen Tafeln des Herstellers Prowise seien beeindruckend, die Möglichkeiten würden momentan noch längst nicht ausgeschöpft.

Dennoch sind die Lehrer und knapp 400 Schüler nicht ohne Grund begeistert: Dreidimensionale Bilder, etwa des menschlichen Gehirns, lassen sich mit einer wischenden Handbewegung auf dem Bildschirm drehen und können quasi von jeder Seite aus betrachtet werden; im Unterricht an der Tafel erarbeitete Lerninhalte können mittels Screenshot festgehalten und sofort per E-Mail an die Endgeräte der Schüler geschickt werden und vieles mehr.

„Die Oberfläche ist wie bei einer App gestaltet. Es gibt Schnittstellen zu mobilen Endgeräten von iOS und Android und in jeder Tafel ist zusätzlich ein Windows-PC integriert“, zählt die Schulleiterin auf. Sie zieht Bilanz: „Es ist toll, dass die Stadt uns in diesem Maße unterstützt hat.“

Insgesamt seien etwa 120 000 Euro in die Anschaffung der digitalen Tafeln investiert worden, berichtet Ira Valsamidou. „Die Mittel stammen aus dem Digitalpakt.“ Im Laufe des Jahres sollen noch vier Fachräume mit weiteren Tafeln ausgestattet werden. Inzwischen verfügt die Schule über 200 iPads: „Diese 1:2-Ausstattung der Schüler ist schon super“, erklärt Päckert. Ganz bewusst habe man sich seitens der Stadt zur Anschaffung der iPads entschieden. „Dass die Schüler die Geräte selbst kaufen müssen, war für uns keine Option“, unterstreicht Valsamidou, die bei der Stadt auch für den Bereich Soziales zuständig ist. Besonders mit Blick auf die Pandemie und deren Auswirkung auf zahlreiche Arbeitsplätze wolle man Familien diese finanzielle Belastung nicht zumuten. „Das wäre gerade jetzt nicht zeitgemäß.“

Trotz der vielen digitalen Möglichkeiten steht für Eva Päckert und ihr Kollegium übrigens eines fest. „Wir werden auch zukünftig nicht ausschließlich auf das digitale Lernen setzen, sondern für uns die richtige Mischform finden.“ Auch gedruckte Schulbücher hätten ihren Platz im Unterricht. „Außerdem ist uns auch die Haptik, Feinmotorik und das Erlernen einer gewissen Grundordnung wichtig.“

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