Hönnequell-Schüler sind der klassischen Moderne auf der Spur

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Die Vernissage war gut besucht. Die Schüler präsentierten den Gästen stolz ihre Kunst.

Neuenrade - Am Ende profitierten viele Menschen von diesem Kunstunterrichtprojekt an der Hönnequell-Schule (HQS).

Der Großteil der Schülerinnen und der eine Schüler sehen Künstler und das Thema Kunst künftig mit anderen Augen. Die Schulfreunde, Lehrer, Eltern und Besucher der Vernissage konnten Kunstwerke sehen, die über einen schlichte Kopie hinaus gingen. Und natürlich Kunstlehrerin Birgit Miklis, die immer noch ganz begeistert von den Werken ihrer Schützlinge und den Schützlingen selbst ist. „Das war ein ganz toller Kurs“, sagte Miklis. 

Der Flur im Obergeschoss der Schule war denn auch gut gefüllt. Wie es sich gehört waren zur Vernissage viele Menschen gekommen. Es gab alkoholfreien Sekt, Orangensaft, jede Menge zu schauen und eine Einführung von Lehrerin Miklis. Dem Publikum wurde einiges geboten: Denn schließlich wurden im Obergeschoss der Hönnequell-Schule Kopien von bekannten Künstlern der klassischen Moderne gezeigt. Wie Miklis dem Publikum erläuterte, hatten die Schüler genau das, was früher Malschüler über Jahre leisten mussten, gemacht. Das Kopieren der Werke großer Meister. 

Projekt zog sich über zwei Schuljahre

Der Ursprung der Vernissage lag bereits beim Kunstkurs im 9. Schuljahr, als sich die Schüler mit den Künstlern befassten. Darauf aufbauend gab es im zehnten Schuljahr das Projekt mit dem Kopieren der großen Meister der klassischen Moderne – von Macke über Monet bis hin zu van Gogh. Die 14 Schülerinnen und ein Schüler malten jeweils auf einer 50 mal 60 Zentimeter großen Fläche. Zunächst wurden die Grundlinien mit Bleistift übertragen, dann folgte die Grundierung und eben „der Rest“. Dabei mussten sich die Schüler ganz auf die Maler und deren persönliche Geschichte einlassen. Denn nur so gelang es, die Gemälde mit Gefühl zu kopieren. 

Fateme und das berühmte Sonnenblumenbild.

Kunstlehrerin und Schüler mussten viel miteinander sprechen. Konstruktive Kritik nahmen die Schüler an, zeigten sich aufgeschlossen. Nicht alles gelang. „Manch ein Bild wurde totgemalt und war einfach nicht mehr zu retten oder blieb unvollendet“, sagte Miklis. Aber viele Gemälde wurden toll kreiert. Ein gutes halbes Jahr dauerte es, bis die einzelnen Bilder fertig waren. „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Ergebnisse“, sagte Miklis. 

Sonnenblumen oder das Türkische Café

Was nun in der Ausstellung präsentiert wurde (liebevoll von den beiden Hausmeistern in Szene gesetzt) ist auch in den Museen der Welt zu besichtigen. Das blaue Pferd, die berühmten Sonnenblumen oder das Türkische Café. 

Das Verhältnis der Schüler zum Thema Kunst hat sich auf jeden Fall gewandelt, wie einige bestätigen. Manche malen jetzt auch privat, interessieren sich für Kunst und nutzen das Internet zu Inspiration. Sie haben ein ganz anderes Bild von der Arbeit eines Künstlers. Fateme sagt: „Die haben durch die Kunst ihre Gefühle ausgedrückt.“

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