Schneechaos auf den Straßen

Höllmecke nach Frontalcrash wieder frei

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Zu glatt: In Affeln stand um 6.40 Uhr ein Lastwagen quer. Richtung Neuenrade ging für längere Zeit nichts mehr.

[Update, 17 Uhr] Werdohl/Neuenrade – Der Wintereinbruch am Mittwoch im Sauerland hat in Werdohl und Neuenrade für massive Verkehrsprobleme gesorgt. Unter anderem der Höllmecker Weg als wichtige Verbindungsstraße zwischen Neuenrade und Werdohl war über Stunden gesperrt, ist nun aber wieder frei.

Kurz vor dem meteorologischen Frühlingsanfang am Sonntag, 1. März, kam er dann doch noch, der erste richtig heftige Wintereinbruch in dieser Saison. Und obwohl der Winterdienst seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz war, kam es zu massiven Verkehrsproblemen auf den Straßen in Werdohl und Neuenrade. So wie im gesamten Kreisgebiet.

Auf schneeglatter Straße ereigneten sich auf dem Höllmecker Weg gleich zwei Unfälle. Nachdem es um 6.13 Uhr zunächst bei Sachschaden geblieben war, als ein Auto von der Fahrbahn abgekommen war und zwei Leitpfosten mitgenommen hatte, war der zweite Crash nur wenig später deutlich heftiger. 

Zwei Verletzte

Denn im unteren Bereich der Höllmecke stießen um 6.54 Uhr zwei Fahrzeuge, ein Golf und ein Corsa, frontal zusammen. Der Unfall passierte vor den Augen der Polizei, die dort die Straße sperren wollte, weil sich Fahrzeuge, die in Richtung Neuenrade unterwegs fahren, festgefahren hatten. Eine junge Frau aus Neuenrade, die mit ihrem Baby im Corsa unterwegs war, wollte an einer Einbuchtung wenden, als der Golf-Fahrer aus Sundern mit „nicht angepasster Geschwindigkeit“, so Polizeisprecher Dietmar Boronowski, „in Richtung Werdohl fuhr und mit dem Corsa zusammenstieß“. Bei dem Unfall wurde die Corsa-Fahrerin verletzt und mit Baby ins Lüdenscheider Klinikum gefahren. Später stellte sich heraus, dass das Kind unverletzt war und die Frau leicht verletzt wurde. Auch der Golf-Fahrer erlitt leichte Verletztungen. Beide Autos wurden dabei total demoliert, der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.
Die Bergung der Unfallfahrzeuge dauerte lange, weil es im Schneetreiben auch für die angeforderten Abschlepper zunächst kein Durchkommen gab. 

Der Winterdienst in Werdohl und Neuenrade, hier in Affeln, ist seit Stunden im Dauereinsatz.

„Nach diesem Unfall haben wir den Höllmecker Weg für den Verkehr komplett gesperrt. Aufgrund der Topografie der Straße ging dort gar nichts mehr“, sagte Polizeisprecher Marcel Dilling auf Anfrage. Erst gegen 11 Uhr war die Straße wieder befahrbar, nachdem die Unfallfahrzeuge abtransportiert und die Fahrbahn vom Schnee geräumt war. 

Schneepflug rutscht in Auto

Zudem ereigneten sich zwei weitere Unfälle auf Neuenrader Stadtgebiet. An der Ecke Werdohler Straße/Altenaer Straße rutschte um 8.13 Uhr ein Auto gegen ein Verkehrszeichen und verursachte Sachschaden in Höhe von rund 2000 Euro. Nur sieben Minuten später krachte es auch an der Kirchstraße in Höhe des Kindergartens St. Georg. Dort rutschte ein Schneepflug in einen Pkw. Die Polizei gibt den Sachschaden mit rund 1000 Euro an. 

Neuenrade präsentierte sich am Mittwoch tief verschneit.

Im Stadtgebiet von Werdohl und auch Balve ereigneten sich nach Auskunft der Polizei bis etwa 10 Uhr noch keine nennenswerten wetterbedingten Unfälle. Zu massiven Verkehrsbehinderungen kam es aber auch hier. Einige Busse fuhren nicht oder auch nur verspätet. So kamen auch viele Schüler aus Neuenrade nur verspätet zum Unterricht am Burggymnasium in Altena.

Heftiger Wintereinbruch in Neuenrade

Auf den steilen Serpentinen der Bundesstraße 229 ging zwischen Werdohl und Neuenrade zeitweise nichts mehr. Wer aus Lüdenscheid kommend über den Höhenweg oder auch durch das Versetal nach Werdohl wollte, musste ebenfalls deutlich mehr Zeit einplanen.

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