Straße weiterhin gesperrt

Höllmecke: So laufen die Fällarbeiten

Die Höllmecke nach dem Kahlschlag: Ein völlig anderes Landschaftsbild ergibt sich nach Beseitigung des Käferholzes.
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Die Höllmecke nach dem Kahlschlag: Ein völlig anderes Landschaftsbild ergibt sich nach Beseitigung des Käferholzes.

Jan Humke ist sicher, dass der Termin für die Wiederöffnung der Höllmecke für den Verkehr mit Beginn der neuen Woche funktioniert. „Wir schaffen das. Wir liegen gut in der Zeit mit den Fällarbeiten.“

Die Höllmecke-Serpentinen, eine wichtige Verbindung von Neuenrade ins Lennetal, sind seit Mitte Februar gesperrt. Noch bis einschließlich Sonntag, 14. März, ist dort für jeglichen Verkehr kein Durchkommen, denn links und rechts der Serpentinen werden vor allem im unteren Bereich die vom Borkenkäfer befallenen Fichten gefällt. Ab Montag, 15. März, soll dann wieder freie Bahn sein.

Vor allem aus Sicherheitsgründen ist die Strecke voll gesperrt. Das ist auch nötig. Denn überall gibt es Holzstapel, die Fahrbahn ist zum Teil mit Rindenresten und Geäst übersät, zudem könnten jederzeit Holzklötze oder Baumstämme den Abhang hinunter rollen. Auf der Neuenrader Seite wird ein guter Teil der Holzstämme gelagert. Rote und blaue Zahlen prangen dabei auf den Schnittflächen. „Die Nummern auf den Stämmen geben dabei den Durchmesser an“, erläuterte Jan Humke auf Nachfrage.

Rund 6.000 Kubikmeter Holz gefällt

Humke kümmert sich um die Abholzung des Käferholzes. Zum Teil wurde das Baumfällen dabei an Spezialisten aus Polen vergeben. Humke: „Wir waren zum Teil mit zehn Mann im Einsatz. Das Holz hat dabei nur ein einziger Harvester gefällt.“ Die Menge ist dabei durchaus beeindruckend. Bis jetzt wurden rund 6 000 Kubikmeter Holz gefällt. Das sind ungefähr 170 bis 180 Schiffscontainer“, erläutert Humke, um die Menge anschaulich zu machen.

Ungewohnt ist nun der Anblick in der Höllmecke. Die kahlen Flächen lassen viel Licht in die enge Schlucht. Bis hier wieder hohe Bäume das Landschaftsbild prägen, wird es sicher einige Jahrzehnte dauern. Jan Humke sagte, dass das erst der Anfang sei. Viel mehr Käferholz werde in nächster Zeit noch abgeholzt. Das Sauerland werde sich durch das Verschwinden der Nadelwälder ändern.

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