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Historischer Eiskeller wird wieder Thema

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Von: Carolina Ludwig

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Der Eiskeller an der Werdohler Straße soll weiterhin zugänglich gemacht werden. © von der Beck

Neuenrade - Dank einer Anfrage unserer Zeitung kommt wieder Bewegung in das Thema „Eiskeller“ in Neuenrade.

Bereits im Sommer 2015 hatten sich Bauhof und Bürgerstiftung den Keller angesehen und Überlegungen angestoßen, die alten Mauern für Besucher zugänglich zu machen. Dann allerdings geriet das Vorhaben wohl durch eine Reihe von Missverständnissen in Vergessenheit. Auf Anfrage berichtete Dr. Rolf Dieter Kohl, ehrenamtlicher Stadtarchivar und Chef der Bürgerstiftung, dass die Bemühungen ad acta gelegt worden seien. 

„Wir sind damals mindestens drei, vier Mal vor Ort gewesen und haben den Eiskeller inspiziert. Man musste sich abseilen und konnte eine ganze Reihe von Schritten unter dem Feld gehen. Das war ganz interessant“, schwärmt er noch heute. 

Interesse der Bürger an der Begehung war groß

Dann seien Pläne geschmiedet worden und auch das Interesse der Bürger sei groß gewesen. „Wir hatten bei dem Termin viele Zuschauer, die Auskünfte eingeholt haben. Dabei wurde der Termin gar nicht groß angekündigt“, erzählt Dr. Kohl. Plötzlich habe es geheißen, der Keller könne Besuchern nicht zugänglich gemacht werden, da er – wie auch die Wiese darüber – in Privatbesitz sei. Allerdings habe sich der Eigentümer mit einer Wiederherstellung einverstanden erklärt. 

Das bestätigt auch Bauamtsleiter Marcus Henninger: „Der Eigentümer ist aufgeschlossen. Es muss nur klar sein, wer es bezahlt.“ Der Besitzer des Grundstücks wohne nicht in Neuenrade und habe daher vermutlich wenig Interesse daran, sich an den Kosten zu beteiligen. 

Wiederherstellung kostet viel Geld

Um den Eiskeller tatsächlich für Besucher herzurichten, sei einiges zu tun. „Es muss ein Zugang geschaffen werden und da muss Licht rein. Das kostet eventuell einen Haufen Geld“, gibt Marcus Henninger zu bedenken. Dennoch wolle man nun wieder Gespräche führen und habe die Arbeiten in dem Eiskeller seitens des Bauamtes keinesfalls ad acta gelegt.

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