Hinrichtungsvideo an Hönnequell-Schüler verschickt: Polizei ermittelt

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In einer Whatsapp-Gruppe ist das üble Video aufgetaucht.

Neuenrade - Aufregung an der Hönnequell-Schule: In einer Whatsapp-Gruppe der Sechstklässler ist ein Hinrichtungsvideo aufgetaucht. Es zeigt abscheuliche Szenen.

Wegen eines Hinrichtungsvideos, das in einer Whatsapp-Gruppe eines sechsten Jahrgangs (zwischen elf und zwölf Jahre alte Schüler) an der Hönnequell-Schule aufgetaucht ist, ermittelt nun die Polizei. Anzeige erstattet hatte am späten Mittwochnachmittag die Mutter eines Schülers, der das Video am Dienstagnachmittag in der Whatsapp-Gruppe gesehen hatte. Auch die Schulleitung wurde über das Video informiert. 

Schulleiterin und Mutter erstatten Anzeige

Die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule, Eva Päckert, erstattete daraufhin ebenfalls Anzeige. Die Polizei ermittelt nun wegen der Verbreitung eines gewaltverherrlichenden Videos. In dem Film wird nach Angaben der Polizei eine Frau geköpft. 

Auf Nachfrage sagte Schulleiterin Päckert, dass die Schule an dem Vorfall mit pädagogischen Mitteln arbeite. „Wir sind mit den betroffenen Schülern und mit den Eltern im Gespräch“. Die Schule habe eine ganze Klaviatur an pädagogischen Mitteln, um damit umzugehen. Damit werde man, auch in Abstimmung mit Schulsozialarbeiter Thorben Schürmann, an die Sache herangehen und habe damit auch schon begonnen. Zudem habe man Kontakt zur Medienstelle des Märkischen Kreises und Fachleuten. 

Verbreitung in privater Whatsapp-Gruppe

Päckert verwies zudem darauf, dass es sich natürlich nicht um eine von der Schule gesteuerte Whatsapp-Gruppe handeln würde, sondern dass es eine private Gruppe sei. 

Polizeisprecher Dietmar Boronowski verwies darauf, dass man bei der Polizei Spezialisten habe, die in dieser Sache tätig würden. „Da haben wir unsere IT’ler“. Es sei aber sicher nicht leicht, den Verbreiter des Videos zu ermitteln. Aus welcher Quelle das Video ursprünglich stammt, vermochte der Sprecher nicht zu sagen.

Polizei bietet Schule Hilfe an

Boronowski verwies zudem auf einen möglichen Präventiv-Einsatz des Opferschutzes der Polizei. Da könne man der Schule sicher ein Angebot machen. Seitens der Schule sagte Leiterin Päckert, dass man auf das Angebot der Polizei zurückgreifen werde, wenn es sich anbieten würde.

Von Peter von der Beck

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