RFZV Küntrop bringt auch Eltern richtigen Umgang mit Pferden bei

Carmen Errulat-Strässer (re.) und Wiebke Kavelmacher (mit Schal) führten den Kursus durch. ▪

NEUENRADE ▪ „Hilfe, mein Kind reitet!“, hieß es am Samstag in der Reithalle Küntrop. Für Eltern von zukünftigen jungen Reitern wurde ein Kurs beim RFZV Küntrop angeboten, um auch ihnen den korrekten Umgang mit dem Pferd beizubringen.

Ziel war es eben auch, den Eltern Tipps und Informationen zu geben, auch damit sie ihren Kindern vor und nach der Reitstunde helfen können. Dabei ging es auch um das Verhalten der Tiere.

„Wie es auch unter Menschen der Fall ist, müssen sich Reiter und Pferd erst miteinander bekannt machen“, erklärte Carmen Errulat-Strässer den Anwesenden. Denn Pferde seien Gewohnheitstiere, in denen noch immer ein starker Fluchtinstinkt vorhanden sei. Daher sei es wichtig, schon beim Zugehen auf das Pferd, ruhig mit dem großen Tier zu reden. Die Pferde würden es nämlich schnell bemerken, wenn ihr Reiter Stress habe und würden auch darauf reagieren. Des Weiteren sollte das Pferd in die „Familienherde“ mit eingebunden werden. Dabei ist zu beachten, dass die Rangpositionen schnell geklärt werden müssen. „Sonst reitet nämlich das Pferd einem auf der Nase herum“, betonte Errulat-Strässer.

Auch die Kinder haben sich dabei durchzusetzen, denn ein gut 600 Kilogramm schweres Pferd könne auch eine Gefahrenquelle sein. Daher ist es gerade für Anfänger besser mit Tieren zu arbeiten, die schon in ihrer Herde eher rangniedrigere Pferde sind, weil sie sich Menschen schneller unterordneten.

Von Vorteil sei es auch, wenn zu Anfang eher ältere und erfahrene Tiere beritten würden, da diese die Eigenheiten des Menschen schon gewöhnt seien und nicht mehr ganz so schreckhaft reagierten. „Doch wenn der Rang zwischen Kind und Pferd geklärt ist, dann profitieren gerade die eher schüchternen Kinder davon, weil sie es selbstständig schaffen, mit einem so großen Tier umzugehen“, so die Dozentin.

Bei der Pferde-Pflege sind einige Dinge zu beachten. So dürfen die Tiere nicht mit Brot gefüttert werden, da sie Mehl und Hefe im Brot nicht vertrügen. Beim Striegeln sollte man auf Eisenstriegel eher verzichten, da sie zu hart sind. Ein Gummistriegel eigene sich besser. Gerade die Körperpflege sei wichtig für eine gute Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Und, „Auch unter den Tieren, dient die gegenseitige Körperpflege als Sozialkontakt“, erklärte Errulat-Strässer.

Ein weiter wichtiger Aspekt sei, dass die Tiere sehr viel Auslauf brauchen. Reine Stehtage im Stall sollten vermieden werden.

Nach der Theorie ging es dann auch in die Ställe – zum praktischen Umgang mit den Pferd. ▪ romi

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