Liedertafel Neuenrade

Stimmungsvolles Herbstkonzert in St. Mariä Heimsuchung

+
Der MGV Liedertafel Neuenrade eröffnete das Konzert in der katholischen Kirche.

Neuenrade - Zufriedene Gesichter waren am Sonntag in der katholischen Kirche St. Mariä Heimsuchung zu sehen. Beim Herbstkonzert des MGV Liedertafel Neuenrade gab es so manche Höhepunkte.

Unter dem Motto „Schau auf die Welt“ wurden Die Musiker den Erwartungen der etwa 200 Zuhörern gerecht. Neben dem MGV Liedertafel waren es der Frauenchor Evingsen, der Shalomchor Neuenrade und die Pianistin Alexandra Bomot, die zum Gelingen der kulturellen Veranstaltung maßgebliche Beiträge leisteten.

Chordirektor Eugen Momot hatte die musikalische Gesamtleitung übernommen. Neben der Liedertafel ist er auch Dirigent des Evingser Frauenchores. Durch das Programm führte wieder Sangesbruder Heinrich Jüngermann, der in gewohnter Weise zu jedem Programmpunkt viele Infos sachlich und teilweise humorvoll gab.

Die Bandbreite der Darbietungen war groß

Die musikalische Bandbreite reichte von der Oper über Filmmusik bis hin zu afrikanischen Protestsongs.

Der Frauenchor Evingsen begeisterte mit bekannteren und weniger bekannten Titeln.

Der MGV Liedertafel eröffnete das Konzert mit dem Sanctus aus der Cäcilienmesse von Gounod. Das vierstimmige Sanctus in C-Dur passte als geistliche Musik zum Auftakt. Gut intoniert wurde der Chor der Priester aus Mozarts Zauberflöte.

Ebenso überzeugend wurde das mit kräftigen Harmonien komponierte „Herr unser Gott“ von Joseph Ignaz Schnabel vierstimmig vorgetragen.

Die Vielfalt ihrer Musikbeiträge prägt das Können der Liedertafel. Bei Verdis „Chor der Zigeuner“ überzeugen die Sangesbrüder ebenso wie vom Chor der Schmiedegesellen von Lortzing, der mit etwas Vorstellung die harte Arbeit der Schmiede hörbar macht.

Der Evingser Frauenchor war eine Bereicherung

Als Bereicherung im Herbstkonzert sind die Auftritte des Evingser Frauenchors zu werten. Die Sangesschwestern verstehen es, mit ihrem Liedgut sofort das Publikum zu erreichen. Die Vorträge sind durch hohe Konzentration und Aufmerksamkeit geprägt, die Musiktitel werden mit viel Gefühl vorgetragen.

Musikalisch zieht der Frauenchor weitgehend alle Register, der „Ambrosianische Lobgesang“ wird auf hohem Niveau vorgetragen und gleich zweimal ertönte das „Ave Maria“, einmal als Caccini-Komposition in der Bearbeitung von Chordirektor Eugen Momot und einmal als das noch bekanntere Ave Maria von Schubert.

Mit bekannten Titeln erreichte der Chor das Publikum

Es sind auch die bekannten Titel, mit denen der Frauenchor Evingsen sein Publikum erreicht. Das betrifft sowohl das „Halleluja“ von Cohen als auch den Gospelsong „I will follow him“, das vielen Zuhörern aus dem Streifen „Sister Act“ bekannt ist.

Wer die Augen schließt, sieht die mitreißende Whoopi Goldberg, hört diese gefühlvolle Musik und stimmt fröhlich und rhythmisch in den zweiten Teil des Titel, der eigentlich auf keiner Hochzeit, Taufe oder anderen klerikalen Festen fehlen darf, mit ein.

Der seit 40 Jahren bestehende Shalomchor Neuenrade intonierte neue Kirchenmusik.

Neue Kirchenmusik intonierte der Shalomchor Neuenrade. Chorleiter Rolf Bürgermeister unterstützt dabei durch Klavierbegleitung seinen Chor. Das Liedgut des jetzt 40 Jahre alten Chores ist ansprechend, erfrischend und ein Spiegel neuerer Kirchenmusik.

Die Begeisterung des Chores wird deutlich an den Titeln „We are marching in the light of God“ und an dem rhythmischen „Freedom is coming“.

Vater und Tochter saßen gemeinsam am Klavier

Mit dem Titel „Milonga del angel“ von Asotor Piazzolla wurde ein Klaviersolo für vier Hände von Alexandra Momot und Eugen Momot geboten. Der Vater-Tochter-Vortrag passte zum Programm und wurde ebenso virtuos vorgetragen wie die übrigen Musiktitel, bei denen einer von beiden die Chöre unterstützten.

Das Konzert endete mit dem Vortrag der Liedertafel, das bekannte Bundeslied von Mozart und das als Europalied bekannt gewordene „Klänge der Freude“ von Eiger. Zahlenmäßig imposant und akustisch beeindruckend war der Vortrag aller Chöre mit dem „Schau auf die Welt“ und „We have a dream“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare