In den Herbstferien: Das passiert in der Sporthalle Niederheide

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Arbeiten in der großen Niederheide-Sporthalle: Daniel Nietz verbaut in dieser Woche der Herbstferien an den Wänden einen neuen Prallschutz.

Neuenrade – Die Ausstattung von Sporthallen ist durchaus anspruchsvoll. Insbesondere Boden und Wände müssen nicht nur für alle möglichen Sportarten präpariert sein. Viel dient auch der Sicherheit der Sportler: Sei es Doppelschwingboden, versenkte Türklinken oder Wandverkleidungen.

In der großen Halle an der Niederheide wird aktuell der Prallschutz an den Wänden ausgetauscht. Dabei kommt einiges an Verlegematerial zusammen. Wie Bodenverleger-Geselle Daniel Nietz, der für die Firma Thomas & Klein aktiv ist, auf Anfrage der Redaktion erläuterte, wird der Prallschutz über eine Länge von 45 Metern (bei einer Höhe von 2,50 Metern) angebracht. Hinzu kommt die Verkleidung der Stirnseiten und Türen. 

Der Prallschutz wird dabei mit einem Dispersionskleber an den Hallenwänden befestigt. Der neue Schutz besteht aus einer Art Gummischicht, die auf einer besonderen, geschäumten Tragschicht aufgebracht ist. Dazu gibt es eine Abschlusskante. „Die verhindert, dass der Prallschutz abgerissen werden kann“, erklärte Nietz. Erfahrungsgemäß würden gerade junge Sportler gerne an der Wand hochlaufen und sich an den Prallschutz hängen, der dann auch mal abgerissen werde. Die Abschlussleisten würden das verhindern. 

Kosten von knapp 30.000 Euro

Insgesamt werden 280 Quadratmeter verlegt, das kostet die Stadt rund 27 000 Euro. Nietz und Co. haben deshalb gut zu tun und müssen reichlich Überstunden machen. Der Grund: Arbeitskräftemangel. Nachwuchs sei – wie in allen anderen Handwerksberufen – schwierig zu bekommen. Nietz – Altgeselle – hält das für ein Problem dieser Generation junger Leute: „Die wollen nicht mehr körperlich arbeiten“. 

Dabei halte sich gerade die körperliche Arbeit in Grenzen. Es gebe zwar unangenehme Momente, wenn zum Beispiel im Hochsommer Verlegearbeiten stattfinden müssten, doch in der Regel sei das gut auszuhalten. 

Keine einfache Branche

Viel Fachwissen über Böden erlerne der Bodenverleger im Rahmen der dreijährigen Lehre. Sei es über Estriche, Parkett oder Teppiche. Zumindest Geometriekenntnisse und handwerkliches Geschick sind vonnöten, um diesen Beruf ausüben zu können. Das bestätigt Nietz auf Nachfrage. 

Es ist keine einfache Branche. Viel Konkurrenz aus dem EU-Ausland sei hierzulande aktiv, die ihre Arbeit zu für Nietz teilweise nicht nachvollziehbar günstigen Preisen anbieten würden. Nicht immer werde dann die nötige Qualität geliefert. Er wisse von Angeboten zwischen 7 und 8 Euro pro Quadratmeter. Das könne nicht funktionieren, vermutet Nietz.

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