Herbert Holtschmidt ist dem Hegering seit 60 Jahren treu

Die langjährigen Mitglieder Dirk Prinz, Dirk Bröske und Gregor Bröske (v. l.) wurden geehrt. Dieter Koch (2. v. r.) nahm die Auszeichnung in Vertretung für Herbert Holtschmidt entgegen.

Neuenrade - Zahlreiche Mitglieder kamen am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung des Hegerings Werdohl-Neuenrade, um bei der anschließenden Hegeschau die Trophäen zu bewundern.

Hegeringsleiter Jörg Sommer war erfreut, dass nur aus sieben der insgesamt 42 Reviere keine Trophäen geliefert worden waren. Der Hegering trotze den Auswirkungen des ökologischen Jagdgesetzes des grünen Umweltministers, erklärte Sommer.

Während seines Rückblicks auf das vergangene Jagdjahr sprach er unter anderem das Hegeringfest zum 90-jährigen Bestehen an. Dieses sei zwar schön gewesen, aber nur spärlich besucht, was er bedauere. Bei der im Januar dieses Jahres durchgeführten Ansitzjagd seien fünf Sauen und acht Füchse erlegt worden. Die Taubenbejagung sei zu bestimmten Zeiten erlaubt, Jagdausübungsberechtigte müssten jedoch die Anzahl der erlegten Tauben bei der unteren Jagdbehörde melden, stellte der Hegeringsleiter fest.

Kreisveterinär Dr. Jobst Ulrich Trappe berichtete, dass es im Märkischen Kreis derzeit keine Fälle von Tollwut, Schweinepest und Geflügelpest gebe. Jedoch bat er die Anwesenden, weiterhin Füchse zu Untersuchungszwecken zu schießen.

Sommer erinnerte die Mitglieder daran, ihren Schießnachweis rechtzeitig abzulegen, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Beim Hegeringschießen am 22. April könnten die besten drei Schützen auch in diesem Jahr wieder Gutscheine gewinnen. „Die meisten Jägerinnen und Jäger bleiben dem jährlichen Übungsschießen fern, was sicherlich nicht richtig ist“, stellte der Hegeringsleiter fest. Die Teilnahme sei „eine moralische Verpflichtung“ gegenüber dem Wild.

Die Kreisjägerschaft Soest errichte ein Schwarzwildgatter und erhalte dafür Fördergelder aus der Jagdabgabe. Bisher mussten die Hegeringsmitglieder bis nach Thüringen fahren, um ein Schwarzwildgatter zu nutzen, stellte Sommer fest.

Bevor die Bewertung der Trophäen stattfand, nannte er noch einige Zahlen. Im vergangenen Jagdjahr seien insgesamt 121 Füchse, 32 Dachse, 20 Hasen und ein Waschbär geschossen worden. Zudem hätten die Jäger 210 Wildschweine erlegt: 9,5 Prozent Keiler, 5,7 Prozent Bachen, 25,4 Prozent Überläufer und 59,5 Prozent Frischlinge. Ein Wolf sei in Bereich des Hegerings noch nicht gesichtet worden.

Bereits zum 13. Mal übernahm Forstamtmann Klaus Kermes die Bewertung der Geweihe und Keilerhauer. Insgesamt kamen 195 Böcke zur Strecke, von denen die Jäger 125 ausstellten. Die Bronzemedaille im Rahmen der Bewertung der Rehgehörne bekam Achim Noelle, die Trophäe von Thomas Ebel landete auf dem zweiten Platz und die Goldmedaille ging an Uwe Bettelhäuser. Im Rahmen der Bewertung der Keilerwaffen errang Dennis Franke den dritten Platz, Eberhart Schulte bekam die Silbermedaille und die Goldmedaille sicherte sich Helmut Eick.

Während der Versammlung wurden zudem langjährige Mitglieder geehrt: Michael Ulbrich, Frank Happel, Dirk Bröske und Gregor Bröske gehören dem Hegering seit 25 Jahren an. Herbert Holtschmidt hält dem Hegering seit 60 Jahren die Treue, aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht an der Versammlung teilnehmen.

Darüber hinaus erhielt Dirk Prinz für seine Öffentlichkeitsarbeit die bronzene Verdienstnadel des Landesjagdverbands. Auch im vergangenen Jagdjahr hatte er mit der Rollenden Waldschule an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen.

Schließlich wählten die Anwesenden Frank Tittel erneut zum Schatzmeister; als Kassenprüfer wird Joel Prinz fungieren.

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