Heirats-Boom in Neuenrade

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Die Standesbeamtinnen Sabine Rogoli (links) und Debora Carbone sind zufrieden: Im Jahr 2018 werden mindestens 67 Ehen in Neuenrade geschlossen.

Neuenrade - Die Zahl ist beeindruckend für eine kleine Stadt wie Neuenrade: In 2018 werden mindestens 67 Ehen in der Hönnestadt geschlossen. Und die Verwaltung rechnet sogar noch mit einer deutlich höheren Anzahl bis Jahresende. Das hat gute Gründe.

In Neuenrade heiraten – das scheint immer beliebter zu werden. In 2016 gab es 56 Eheschließungen, ein Jahr später waren es schon acht mehr. Und nun, nach gerade einmal acht Monaten in 2018, sind schon 67 Eheschließungen (Stand Anfang August) vollzogen oder angemeldet. Im Standesamt ist man sehr zufrieden. 

Für das passende Ambiente ist gesorgt 

Denn das Neuenrade so beliebt sei als Trauungs-Ort, ist kein Zufall, betont Standesbeamtin Sabine Rogoli. In der Hönnestadt können Paare entweder im historischen Trauzimmer des Rathauses, an der Küntroper Motte oder in der Villa am Wall heiraten. „Da ist immer für das passende Ambiente gesorgt.“ 

Was nach dem Blick auf andere Gemeinden nicht selbstverständlich ist: Die Trauungen werden in Neuenrade sehr individuell gestaltet. Paare können vorab eine Art Fragebogen ausfüllen. So erhält das Standesamt Informationen, um die Reden zu gestalten. Wie als Beweis holt Rogoli eine Mappe mit einer Traurede. Mit erhobener Stimme trägt sie einen Teil vor. Gerade erst hat sie ein junges Paar getraut. 

„Wir sind uns ja bewusst, dass das ein ganz besonderer Tag ist für die Menschen. Den wollen wir natürlich sehr schön gestalten.“ Dazu gehört für Rogoli übrigens auch die passende Garderobe. „Natürlich“ mache sie sich auch schick für diesen Anlass. „Sowas gehört sich einfach.“ Sie vermutet, dass sich die Kombination aus Individualität und Variabilität auch in den umliegenden Gemeinden rumgesprochen hat. 

Rogoli rechnet mit 80 Trauungen 

Ihre Prognose klingt dementsprechend zuversichtlich: „Für das Jahr 2018 rechne ich mit ungefähr 80 Trauungen.“ Immerhin sei jetzt erst August – und die Anzahl der Eheschließungen aus den Vorjahren bereits übertroffen.

Übrigens: Für die Haupt-Standesbeamtin Andrea Schäfer ist es in dieser Woche die 1000. Ehe, die sie schließt.

Wer in Neuenrade heiraten will, der sollte sich frühzeitig beim Standesamt melden. Termine können ein halbes Jahr vorab eingetragen werden. Allerdings könne man Tage auch schon früher „blocken“, erklärt Sabine Rogoli. Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0 23 92 / 693 41 und im Internet auf der Seite der Stadtverwaltung.

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