Heide oder Eichenwald

Ein Beschlussvorschlag soll formuliert werden.

NEUENRADE ▪ Das Projekt Heidelandschaft steht am Montag, 4. Juli, im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Forsten. Das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis und der Sauerländische Gebirgsverein haben im Frühjahr die Bürgermeister der Städte Neuenrade, Altena und Hemer eingeladen und ihnen das Projekt vorgestellt, auf den Höhenzügen zwischen Altena und Hemer wieder Heidefläche entstehen zu lassen.

Bereits vor einigen hundert Jahren hätte an dieser Stelle eine solche Fläche bestanden, die aber dann, bedingt durch die Nutzung, dem Wald gewichen sei.

Die Idee dazu sei bereits 2007, unmittelbar nach Orkan Kyrill, entstanden. Jedoch hätten zunächst Flurbereinigungen stattfinden müssen, sodass nun erst mit der Umsetzung begonnen werden könne. Wandertouristisch sei eine solche Landschaft attraktiv, heißt es von Seiten des SGV. Ausblicke, die erst durch Kyrill entstanden seien, könnten so gehalten werden. Und weiter gehen die Wanderer davon aus, dass die Heidefläche eine zusätzliche Attraktivität im Bereich der Premiumwanderwege schaffen würde. Mindestens 50 Hektar Fläche seien für eine effektive Nutzung erforderlich. Problematisch: Etliche Flächen wurden bereits aufwendig aufgeforstet. Sodass die Initiatoren auch Projekte mit einzelnen Flächen unter zehn Hektar in Angriff nehmen wollen. Ziel soll es sein, durch Flächentausch im Rahmen der Flurbereinigungsverfahren große und zusammenhängende Flächen für das Projekt zu gewinnen. Die Verwaltung habe gegenüber den Projektbetreibern die Auffassung vertreten, dass man dieses große zusammenhängende Gebiet am Kohlberg nicht durch Flächentausch aufsplitten solle, zumal wesentliche Teile bereits aufgeforstet seien. Lediglich im Bereich Quittmannsturm sei eine Fläche von 7,8 Hektar frei. Das vom Ausschuss beschlossene Aufforstungskonzept sieht hier eine Eichenpflanzung vor. Die Pflanzen seien bereits verbindlich bestellt. Somit könne allenfalls in Betracht kommen, eine Fläche von zwei Hektar unmittelbar unterhalb des Turms zur Landstraße hin zur Verfügung zu stellen. Hier sei in den vergangenen Jahren qualitativ minderwertige Buche eingeschlagen worden. Die Fläche ist gegenüber dem Kreis als Ausgleichsfläche benannt worden. Die Ausschussmitglieder werden über dieses Thema beraten und einen Beschlussvorschlag formulieren.

Lydia Machelett

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