Auf der Hecke: Geplante Bebauung sorgt bei Anwohnern für Unverständnis

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Über diesen Weg will Investor Brinkmann das Bauareal für die drei Bungalows erschließen.

Neuenrade - Die geplante Änderung des Bebauungsplanes Auf der Hecke sorgt bei den betroffenen Anwohnern für Ärger. Sie fürchten zum Teil um ihre Ruhezonen, auch Irritationen um alte Bebauungspläne gibt es.

So waren etliche Anwohner am Montag in der Ratssitzung, um sich zu Wort zu melden. 

Zunächst aber wartete Detlef Stägert (FWG) mit einer kleinen Überraschung auf. Er verkündete, dass sich Investor Dietmar Brinkmann kurzfristig bei ihm gemeldet habe, weil er als einziger in der Bauausschusssitzung gegen die geplante Änderung des Bebauungsplanes gestimmt hatte. Brinkmann habe um einen Ortstermin mit allen Beteiligten gebeten. Vielleicht könnten so ja Bedenken beseitigt oder Lösungen gefunden werden. Stägert sagte, dass er die Idee gut finde. Wenn das Konsens fände, könne man doch den Änderungsantrag zurückstellen. Neu-FDP-Mitglied Michael Hammer meinte: Er werde ohnehin gegen den Antrag stimmen – die Zufahrt sei einfach zu schmal. 

Kompromissvorschlag wird angenommen

Frank Bäcker (SPD) sagte, dass man doch einfach dem normalen Prozedere folgen möge. Jetzt werde doch nur beschlossen, dass man über den Antrag reden werde. 

Ähnlich klang der Vorschlag von Bauamtsleiter Marcus Henninger: Jetzt die Auslegung beschließen, Anregungen sammeln und bewerten, dann zu einem Treffen zusammen kommen, bevor die Änderung rechtskräftig werde, um das Gesamtpaket zu erörtern. Ob der Plan rechtskräftig werde, entscheide anschließend der Rat. CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann lobte den Vorschlag von Henninger: „Dieses Vorgehen ist der richtige Weg“. Ein Vorgehen, auf das sich letztlich alle einigten. 

Unterhalb der Drei-Meter-Grenze?

Unverständnis ob des Verfahrens und ein gewisses Misstrauen klang durch, als sich Anwohner zu Wort meldeten. Ein jüngerer Mann hatte zum Beispiel händisch die Einfahrt vermessen und Abmessungen festgestellt, die unterhalb der Drei-Meter-Grenze für die Zufahrt lagen. Wenn dem so sei, wäre das zu wenig für eine Erschließungsstraße. 

Moniert wurde von einer Anwohnern auch, dass frühere Investoren eine Auskunft zum erlaubten Bau für nur ein oder zwei Häuser erhalten hätten. Nun sollen drei Bungalows entstehen. Ins selbe Horn stieß ein Anwohner und stellte die Frage, warum der Vorinvestor nicht dürfe, was der andere nun realisieren könne. Zeitlich ordnete er das frühere Investoreninteresse für die 90er-Jahre ein. Bauamtsleiter Henninger versicherte jedenfalls, dass jeder Investor gleich behandelt werde und dieselbe Auskunft erhalte

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