Termine müssen abgesagt werden

Hausärzte beklagen Mangel an Impfstoff

Dr. Paul Gotthardt hat eine Dosis Impfstoff aufgezogen. Er würde gerne mehr spritzen, aber es hakt bei den Lieferungen.
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Dr. Paul Gotthardt hat eine Dosis Impfstoff aufgezogen. Er würde gerne mehr spritzen, aber es hakt bei den Lieferungen.

„Für die nächste Woche bekommen wir 79 Impfdosen für ganz Neuenrade“, sagt Dr. Paul Gotthardt. Und in einem Nachsatz kann sich der Allgemeinmediziner den Sarkasmus nicht verkneifen: „So bewältigt man eine Krise!“

Wie viele andere Hausärzte leiden auch Gotthardt und seine Kollegen in Neuenrader derzeit darunter, dass bei ihnen einfach zu wenig Covid-19-Impfstoff ankommt. „Wir hatten uns ungefähr auf die doppelte Menge gefreut“, berichtete Gotthardt. Entsprechend viele Impftermine hätten er und seine Kollegen bereits mit Impfwilligen vereinbart. „Jetzt erhalten wir vier Fläschchen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer, drei mit dem Astra-Impfstoff und fünf von Johnson&Johnson.“ Mit dem beliebten mRNA-Impfstoff können die Neuenrader Ärzte nun insgesamt 24 Personen gegen Covid-19 impfen, mit den Vektorimpfstoffen Vaxzevria aus britisch-schwedischer beziehungsweise Janssen aus belgischer Produktion können insgesamt 55 Personen immunisiert werden.

Hausärzte beklagen Ungleichbehandlung

Das seien die Impfdosen, die allen Neuenrader Hausärzten für die nächste Woche zur Verfügung stünden, betonte Gotthardt noch einmal. Die Hausärzte bundesweit fordern zuverlässigere Impfstoff-Lieferungen und werfen der Politik vor, bei der Belieferung schlechter als die Impfzentren behandelt zu werden. Um Impfstoff zu bekommen, müssen ihn die Praxen bestellen. Eine Woche später kommt in der Regel die Lieferung. Was dann kommt, sei oftmals ein Überraschungspaket.

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