Hauptversammlung der FWG mit Themen wie Moschee und Kreisel 

+
Neu gewählt wurden Anja Kirschnik und Till Mester. Hier flankiert von Detlef Stägert und Bernhard Peters, die wiedergewählt wurden.

Neuenrade - Anja Kirschnick ist neue 2. Schriftführerin der Neuenrader Ratspartei FWG. Sie folgt auf Ulrich Tillmann, der nicht erneut kandidierte – ebenso wie die bisherige 2. Kassiererin Stefanie Downar. Auf diesen Posten wurde Till Mester gewählt.

Zu Beginn der zweistündigen Jahreshauptversammlung im Hotel Wilhelmshöhe blickten der Parteivorsitzende, Detlef Stägert und der Fraktionsvorsitzende, Bernhard Peters, den Jahresrückblick. Für die 13 weiteren Anwesenden riefen sie die Ratsanträge der FWG noch einmal ebenso in Erinnerung, wie gesellige Veranstaltungen der Partei.

An der Wunschbaumaktion zu Weihnachten hätten im vorigen Jahr „deutlich mehr Teilnehmer“ den Weg ins Knusperhäuschen der FWG gefunden, freute sich Peters. Besonders gingen sie unter anderem auf den Moschee-Neubau ein. Stägert sagte: „Geplant ist am Schöntaler Weg eine Moschee in U-Form mit einem Innenhof und zwei Minarett-Türmen, die die vorhandene Bebauung nicht überragen.“

Die Bauherren seien nicht-öffentlich im Rat vorstellig geworden und hätten die Architektenpläne mit der Politik abgestimmt, „obwohl sie das nicht hätten tun müssen“, betonte Stägert ausdrücklich. Zum von der FWG angeregten Kreisverkehr am Ärztehaus berichtete Ruth Echterhage, dass der Ratsantrag an Straßen.NRW weitergeleitet worden sei und dort momentan überprüft werde. Stägert ging dann noch einmal auf den Windräderbau auf dem Kohlberg ein. Innerhalb der kommenden 14 Tage rechne er mit einer neuerlichen Entscheidung zum Fortbestand des Baustopps. „Aber auch das wird dann kein endgültiges Urteil sein“, hob er hervor.

Peters kritisierte in Bezug auf den Antrag der FWG, den die Grünen Jahre vorher bereits einmal gestellt hätten, einen Bestattungswald in Neuenrade einzurichten: „Die Verwaltung prüft und prüft und verpennt dabei die Umsetzung. Und jetzt war Balve schneller.“ Ebenfalls der Fraktionschef ging auf die Haushaltsberatungen im Februar ein: „Die CDU hat sich über meine Rede sehr aufgeregt. In der Sache konnten sie aber nichts entgegenhalten.“ Weiter führte er aus: „Die FWG hat den Haushaltsplanentwurf abgelehnt, da er die Stadt, trotz des immer schnelleren Wandels, kaum voran bringt. Er zementiert den Stillstand, wenn nicht gar den Rückschritt. Einen so wenig ambitionierten Hauhalt konnten wir nicht gutheißen.“

Zur städtischen Werbeoffensive wegen des Ärztemangels in Neuenrade merkte Peters an: „Die Verwaltung wollte nicht mit anderen Städten aus dem Kreis zusammenarbeiten. Das ist kleingeistig. Nur, wenn man besonders laut trommelt, kommt kein Arzt nach Neuenrade. Da reichen auch keine 10.000 Euro Prämie.“ 

Ende Februar habe die FWG Bestrebungen angestellt für mehr Transparenz des Rates. Die Protokolle öffentlicher Sitzungen müssten im Internet nachlesbar sein. Die CDU habe diese Anstrengungen der Wählergemeinschaft ausgebremst. Pressesprecherin Josefine Grefe stellte die Frage in den Raum: „Schämen die sich so für das, was sie sagen, dass sie nicht wollen, dass man das nachlesen kann? Die müssen ja richtig Salat labern....“ FWG-Schatzmeister Theo Mester gab dann den Kassenbericht. Er bilanzierte einen größeren Finanzüberschuss für die zurückliegenden zwölf Monate.

Folglich wurden er und der gesamte Vorstand einstimmig für das vergangene Jahr entlastet. Bei den Wahlen wurden neben der neuen Co-Schriftführerin und dem neuen stellvertretenden Kassierer der 2. Vorsitzende Bernhard Peters und der 2. Pressesprecher Detlef Stägert im Amt bestätigt. Alle Wahlen erfolgten ohne Gegenstimmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.