Harmonischer Einklang von Körper, Geist und Atmung

NEUENRADE ▪ Sanft, ruhig und anmutig wirken die Bewegungen von Werner Jentges, Willi Wolfinger und Frank Schulte-Beckmann. Die drei Männer treffen sich einmal in der Woche zum gemeinsamen Qi-Gong- und Tai-Chi-Chuan-Training in der Jahnturnhalle. Dabei lassen sie den Alltag hinter sich, finden ihre innere Ruhe und Kraft, stärken ihre Lebensenergie.

Der harmonische Einklang von Körper, Geist und Atmung schafft Entspannung - die Basis des Tai Chi, das übersetzt „grenzenlose Harmonie“ bedeutet. „Tai Chi Chuan wurde aus und für den Kampf entwickelt. Gleichzeitig wird die innere Kraft des Körpers gestärkt und die Gesundheit verbessert“, erklärt Werner Jentges, Übungsleiter des Landessportbunds und des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbands. Die Zielsetzung beim Qi Gong sei, das Geheimnis der Energie für die Menschen und die Welt zu entdecken und beständig zu üben. Qi steht für Energie, Körper- und Lebenskraft; Gong für Fähigkeit, Übung.

Die Übungen beider Systeme haben das Prinzip des Energiekreislaufes zur Grundlage und ähneln sich, weiß Werner Jentges. Deshalb könne durch die Übungsfolgen, die eigene Energie gesammelt, gestärkt und, nach ausreichendem Training, an bestimmte Stellen im Körper geführt werden. „Besonders geschulte Meister sollen in der Lage sein, ihre Energie an andere Personen gezielt abzugeben.“ Die Teilnehmer in Werner Jentges Kurs im TuS Neuenrade erlernen und üben einfache Bewegungsfolgen des Qi Gong. „Die fünf Wandlungsphasen, das Spiel der Tiere und die Harmonie in 18 Figuren“, benennt der Kursleiter die Aufgaben. Die einzustudierende Bewegungsfolge des Tai Chi Chuan hat die Bezeichnung: kleine Pekingform. „Daneben probieren wir weitere freie Übungen aus und reichern die Stunden an mit Atem- und Meditationsübungen.“

Werner Jentges trainiert selbst seit 17 Jahren - mehrmals in der Woche. „Ich habe mehr Energie gewonnen, bin ruhiger und gelassener geworden“, beschreibt er die Veränderungen.

Wer sich auf die 4000-jährige chinesische Tradition einlassen möchte, ist am 2. Mai ab 18.30 Uhr in der Jahnturnhalle willkommen. „Der Sport eignet sich für jede Person“, betont Werner Jentges. Auch Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. „Jeder wird dort abgeholt, wo er steht“, verspricht er. „Man wird sowieso nie fertig. Wenn sich der Spruch 'Der Weg ist das Ziel' irgendwo verdeutlicht, dann im Qi Gong. Es gibt zwischen 1500 und 3000 Übungen. Die kann man nicht alle beherrschen. Man sucht sich die Übungen aus, die zum eigenen Körper passen.“ Zum Training mitzubringen sind bequeme Kleidung, rutschfeste Socken. ▪ Susanne Riedl

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