Hajo Seidel

84-jähriger Leichtathlet ist sportlich wie eh und je

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Auf seine Leistungen in der Leichtathletik ist der Rentner stolz – und die können sich sehen lassen.

Neuenrade - Wer in Neuenrade über Leichtathleten im Seniorenalter spricht, der kommt an „Hajo“ Seidel nicht vorbei. Mit seinen 84 Jahren ist Seidel immer noch fit.

Mit jetzt 84 Jahren sprintet der Oldie über die 30-Meter-Strecke, stößt kraftvoll die Kugel und springt aus dem Stand in den Sand. Im Waldstadion ist der alte Haudegen ebenso zu Hause, wie in den eigenen vier Wänden und beim Stadtsportverband Neuenrade wird er zu denjenigen gezählt, die das Sportabzeichen in Gold im wahrsten Sinn des Wortes abonniert haben.

Im nächsten Februar wird der Stadtsportverband seinen „Hajo“ (eigentlich heißt er Hans-Joachim – bis die Abkürzung „Hajo“ kam) bei der Verleihung der Sportabzeichen wieder nach vorne bitten, um ihm zum 38. Male das Sportabzeichen zu verleihen.

Es versteht sich von selbst, dass „Hajo“ bei Sportwettkämpfen in der Altersgruppe 80 bis 84 weitgehend alles an vordersten Platzierungen abgeräumt hat, was überhaupt abzuräumen ist. Auszeichnungen in Form von Medaillen, Urkunden und Pokalen kann er gleich in Regalen ausstellen und dem staunenden Betrachter zeigen.

Es ist noch Platz für weitere Pokale

Und dann weist er noch augenzwinkernd darauf hin, dass er im Regal noch etwas Platz für möglicherweise neue Pokale hat.

Der Diplom-Bauingenieur in Rente hat in seinem Leben den Sport als Leichtathlet betrieben und – darauf legt er großen Wert – ist dabei immer Amateur geblieben. Etwas anderes kam für ihn nicht infrage, aber im Wettkampf hat er seine Leistung erbracht.

Arm an Pokalen ist „Hajo“ Seidel wahrlich nicht.

Darauf ist er stolz, weil er „halbe Sachen“ nicht mag. Im hohen Alter gibt „Hajo“ alles, die 30-Meter-Strecke sprintet er in beachtlichen 5,8 Sekunden, die Kugel stößt er auf bemerkenswerte 7,50 Meter, die Nordic-Walking-Strecke über 7,5 Kilometer schafft er locker in etwas mehr als einer Stunde und im Standweitsprung erreicht er rund 1,70 Meter.

Das zurückliegende Jahr ist für Hans-Joachim Seidel „gut gelaufen, weil ich auch im Seilspringen mit 36 Sprüngen die eigentlich nur 15 erforderlichen Seilsprünge locker übertroffen und dann freiwillig aufgehört habe“.

Vielleicht kann er sich noch verbessern

Und was erwartet er für das neue Jahr? „Vielleicht kann ich das ein oder andere Ergebnis noch etwas verbessern“, bleibt er optimistisch zielorientiert, um dann noch hinzu zufügen, dass „ich den Sport eigentlich immer nur für mich betrieben habe, um fit zu bleiben.“

Wer mit „Hajo“ ins Gespräch kommt, der zweifelt nicht einen Moment an seinen Worten. Der Sportsmann im Seniorenalter überzeugt eben in fast jeder Disziplin.

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