Halloween-Verkaufsnacht abgesagt

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Die Feuershows zum Neuenrader Halloween gehörten bislang zu den Attraktionen.

Neuenrade - Die Organisatoren der Halloween-Verkaufsnacht haben ihre Veranstaltung für dieses Jahr abgesagt. Das könnte das Ende einer zehnjährigen Erfolgsgeschichte sein.

 Denn, ob die Verkaufsnacht überhaupt noch in der Form veranstaltet wird, ist nicht klar. Das klang zumindest bei Olaf Biedebach durch, mit einer der Hauptinitiatoren. Biedebach und Co. hoffen auf Hilfe und geben ein ganzes Bündel Gründe für den Ausfall der Veranstaltung an. Einer davon ist der Aufwand für das vierköpfige Organisationsteam, welches neben dem Vollzeitjob und der organisatorischen Arbeit, die Großveranstaltung stemmen musste.

 „Wenn wir im nächsten Jahr Mitstreiter finden, können wir weitermachen oder vielleicht etwas anderes aufziehen“, ließ Biedebach durchblicken. Erfolgreich war die Halloween-Verkaufsnacht bislang allemal. Da erfreuten sich nicht nur rund 30 Neuenrader Händler und Gastronomen an der hohen Besucherfrequenz, denn nicht nur Dahler und Evingser fuhren eben über den Berg in die Neuenrader Innenstadt, viele Balver und Werdohler ließen sich auch blicken. Es herrschte immer eine trubelige Atmosphäre, die Feuershow wurde gern geschaut, die Kinder sammelten fleißig Süßigkeiten.

Wie gesagt: Für die diesjährige Absage gab es eine ganze Reihe von Gründen. An erster Stelle nannte Biedebach, dass der Termin in diesem Jahr unglücklich falle. Der zusätzliche Feiertag am 31. Oktober biete sich für viele sicher für ein langes Wochenende an. Viele Gäste hätten schon angekündigt, dass sie aus Urlaubsgründen nicht vorbeikommen würden. Zudem falle Halloween genau in die Herbstferien, weshalb auch viele Neuenrader das für einen Urlaub nutzen würden. Biedebach und Co hätten daher mit erheblich weniger Besuchern als in den Vorfahren rechnen müssen.

Zudem nennt Olaf Biedebach den Verwaltungsaufwand und die Auflagen, die für die Durchführung inzwischen wohl nötig sind. Da ist zum Beispiel eine Schankerlaubnis nötig. Auch wird öffentlicher Verkehrsraum genutzt, dafür muss der Veranstalter eine Haftpflicht vorweisen und dann das Ganze beim Straßenverkehrsamt beantragen. Auch die Gema hält noch die Hand auf, wenn öffentlich Musik gespielt wird. Hier sind üppig mit Rubriken ausgestattete Formulare vorzuweisen. Da reicht es nicht, ein paar Kästchen anzukreuzen. Da sind Rubriken wie „Ausgaben im Rahmen der Veranstaltung“ für Künstler und/oder Moderatoren und sonstige Kosten anzugeben. Ob es Livemusik gibt, ob CDs gespielt werden, selbst die Quadratmeterzahl der genutzten Fläche – all das will die Gema wissen.

Unabhängig davon: Klaus Filter, Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbandes und Abteilungsleiter Stadtmarketing Neuenrade, sagte jedenfalls, dass man im kommenden Jahr auf jeden Fall etwas Ähnliches auf die Beine stellen wolle. „Aber nicht mehr in dieser Form“.

Von Peter von der Beck

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